Baustellenbesuch

PolierAlso ganz so zwanglos wie der Bauträger meinte läuft ein Baustellenbesuch ja auch nicht gerade ab. Bevor ich einen Schritt auf die Baustelle machen durfte, bekam ich erstmal eine ausführliche Unterweisung durch den Herrn Polier, der mir erklärte das er (a) gerade Leute bei sich und keine Zeit hat, (b) da ja nicht jeder einfach so aufkreuzen kann und (c) es Freitag kurz vor Mittag ist und alle gleich heimgehen wollen. Falls ich länger brauchen sollte, könnte ich aber jederzeit im Büro einen Schlüssel ausfassen und dann kommen und gehen wann ich will, meinte der Herr Polier noch zu mir.

Gut, unter des Herrn Poliers Aufsicht durfte ich dann doch kurzfristig die Baustelle und meine zukünftige Wohnung betreten. Auf dem Weg hinauf erkundigte sich der Herr Polier, durchaus etwas forsch, bei den Arbeitern in so gut wie jedem Stockwerk nach dem Stand der Dinge. Vielleicht mußte ich deshalb in seiner Gegenwart auch öfter als sonst an agyptische Sklaventreiber denken. Im zweiten Stock kam es dann auch zu einer kurzen Diskussion über irgendwelche Löcher die noch gestopft gehören. Naja, ich wohn eh im Vierten und hoffentlich waren dort keine Löcher die gestopft werden mussten.

Angesichts des Zeitdrucks (Freitags 11:23 unvorangemeldet auf einer Baustelle) war das Distometer echt eine Riesenhilfe. Mit Rollmeter wäre sich das Ausmessen in der kurzen Zeit nie ausgegangen. Von der Wohnküche hab ich jetzt mal alle Maße bis auf den Millimeter genau und kann mich an die Zusammenstellung der Küche machen, aber erst morgen.

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