Monatliches Archiv für März, 2007

Strebersdorfer Küchen

Das erste Mal in Strebersdorf und gleich 2 Küchen, selbst geplante und selbst zusammengebaute IKEA Küchen, besichtigt, inklusive ausführlicher Kücheninstruktion und hands-on session am IKEA Laden-Klick-System. Wirklich sehr nett die Strebersdorfer!

Um ein paar Sachen wurde ich wieder gescheiter:

  • ATTESTDie Griffe ausschließlich auf der Griffwand im IKEA auszusuchen ist schwierig ohne sie tatsächlich in großer Anzahl verteilt in einer Küche gesehen zu haben. Meine ursprünglich präferierten Griffe (LANSA) wirken im Schwarm doch sehr wuchtig. Werde daher wahrscheinlich auf das deutlich zartere Modell ATTEST umsteigen.
  • Die E-Geräte sind ebenfalls nochmal zu überdenken. Ohne Zeitdruck, und den habe ich nicht, kann man Elektromärkte wöchentlich nach Angeboten scannen (danke Prospekt-Spam!) und so möglicherweise um den gleichen Preis höherwertige E-Geräte ergattern. Werde ich bis Mai noch tun. Die Bosch-Geräte der beiden heutigen Küchen hinterließen doch einen besseren Eindruck als die Standard IKEA Geräte.
  • Kühlschrank: ich muss unbedingt nochmal ausmessen. Hoffentlich hat ein Stand-Alone-Eiswürfel-Drop-Down Kühlschrank platz!
  • IKEA Küchen Montage: die Corpusse und Läden zusammen zu bauen ist absolut kein Problem und angeblich auch gar nicht so zeitaufwändig wie ich ursprünglich dachte. Mühsam ist die Griffmontage: jeden Griff einzelnen ausmessen, bohren und wenn möglich so montieren, dass sie dann als Schwarm gleichmäßig verteilt ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Ceranfeld und Spüle sollte man besser von Profis aus der Arbeitsplatte ausschneiden lassen (entweder direkt bei IKEA oder nachträglich bei einem Baumarkt).
  • Die Inselrückwand werd ich ebenfalls noch mit Türen versehen, mit Milchglas, und eine Lampe irgendwie in den Unterschrank bauen. Das Anbringen von Blenden an IKEA-Unterschrankrückwänden kann ziemlich trickreich sein wie ich heute erfahren habe. Außerdem bekäme ich auf diese Weise noch einen netten Lichteffekt in die Wohnküche und man kann von beiden Seiten unten aus der Insel Teller, Gläser, etc. herausnehmen.

Die Sache mit dem Spritzschutz ist noch gänzlich ungelöst. Milchglas ist zwar prinzipiell schön und sehr pflegeleicht, ich bin mir aber nicht mehr so sicher ob es zu rein weißen Küchen tatsächlich gut passt. In einer großen weißen Küche kam da heute etwas Skepsis auf. Der Acrylfarbentipp war in diesem Zusammenhang ganz nützlich, und wird wahrscheinlich auch ausprobiert.

Im Depot

H.O.M.E.-Depot 2007Das Semperdepot eignet sich wirklich hervorragend für Inszenierungen. Ohne auch nur ein Designgustostückerl gesehen zu haben, beeindruckt die Halle alleine schon durch ihre Form und Höhe. Gleich nach betreten der Ausstellung stellt sich eine Vorfreude und man kann es als Besucher kaum erwarten eine Galerie nach der anderen zu erkunden.

4 Etagen mit insgesamt über 4.000qm werden eine halbe Woche lang mit feinstem Interior-Design bespielt. Überraschender Weise waren die meisten Designstücke auch benutzbar, also bewohnbar. Einzig die ausgestellte Küche, es gab tatsächlich nur eine Küche, hinterließ mehr den Eindruck einer Schau- als Kochküche.

Sofas gab es viele, sehr viele. Aber bei keinem kam mir spontan der Gedanke “So, das ist es!”. Und ohne dem Gedanken kauft man i.d.R. nur Kompromisslösungen.

Element krevet LGanz anders bei den Betten: Element fiel sofort auf, und auch sofort stellte sich dieses “Haben wollen!” Gefühl ein. Kroatisches Holzdesign, slawonische Eiche um es zu präzisieren. Sehr schön mit einer beeindruckend schlichten Eleganz ohne dabei kühl zu wirken. Muss wohl das Holz sein, diese slawonische Eiche. Außer Betten gibt es von Element noch Tische, Regale oder Zeitungsständer. In Wien finden Interessierte Element in der wohnzeile4. Mal schauen, ich glaub das eine oder andere Element wird es wohl werden.

round amphEine der interessantesten Ideen war wahrscheinlich bei round zu sehen. Ursprünglich für Weinflaschenlagerung gedacht, eignet sich das Regalsystem amph mit seinen ovalen, und lose in einen Holzrahmen gelegten, Keramikteilen auch gleichermaßen für die Ablage von Zeitschriften o.ä. Mir persönlich würde so ein Regal für meinen Eingangsbereich gefallen. Ein Trennelement zwischen Wohnraum und Türe sollte dort schon sein, nur sollte es auch nicht zu dicht sein und den Raum zu stark teilen. Daher könnte ich mir so einen durchlässigen amph Rahmen schon vorstellen. Einen praktischen Eindruck, d.h. Ablagemöglichkeit von Post, Schlüssel, Tasche, etc. nach dem Eintreten, macht amph auf alle Fälle.

Bei ausreichend Wohnraum, also deutlich mehr als die durchschnittlichen 38qm pro Person, bietet die H.O.M.E.-Depot schon ein paar sehr nette Ideen zur Innenausstattung. Vor allem für Wohnzimmer oder Lounge gab es dort ein paar Sessel aus denen man am liebsten nie mehr aufstehen wollte. Oder Bürostühle die eine wahre Wohltat für jede Wirbelsäule sind. Oder Tische die mit dem richtigen Desktop Design erfrischend lebendig wirken. Inspiration gibt es auf der H.O.M.E.-Depot jede Menge.

ABSTRAKTe Eiche

Weiße ABSTRAKT Fronten machen sich angeblich sehr gut mit Eichen-Massivholz Arbeitsplatten. Zumindest wurde mir das noch gestern von einer IKEA Küchen-Expertin bestätigt.

ABSTRAKT weiß Eiche Massivholz Arbeitsplatte

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen dass sich der (noch) relativ dunkle Parkettboden nicht allzu sehr mit der Eiche schlägt.

Alea iacta est

Zumindest was die Küche angeht, und zwar zugunsten der IKEA-Küche.

Nach dem letzten IKEA-Besuch ging es dann nochmal zum Lutz um dort auch die favorisierte DAN Amica etwas feintunen zu lassen und eine direkte Vergleichbarkeit zur selbst zusammengestellten IKEA-Küche herzustellen.

So, was spricht jetzt für IKEA und gegen DAN?

  • Das Design der DAN Amica ist zwar ausgesprochen schön, aber auch sehr trendig wie ich bei der letzten Vorkinoplauderei feststellen musste. Es kann gut sein dass man sich daran in ein paar Jahren satt gesehen hat, und was dann? Küche austauschen? Als Beispiel kamen immer wieder siebziger Jahre Muster, die in den achtziger Jahren verpönt waren und jetzt wieder ein Revival feiern.
  • Das schlichte weiß der IKEA ist erstens zeitlos und zweitens dominiert es nicht so den Raum wie das sehr prägnante Design der DAN Amica. Ist ja immerhin eine Wohnküche und sie soll schön sein, aber nicht den restlichen Raum erschlagen. Weiß wirkt noch dazu raumvergrößernd.
  • Ich kann im Falle des Falles leicht selbst an der Küche Handanlegen, d.h. Küchenelemente relativ einfach selbst organisieren und austauschen oder ergänzen. Bei der DAN wäre das eine Spur komplizierter.
  • Der Preis ist ein Argument, aber kein allzu großes. IKEA-Küchen sind vielleicht eine Spur günstiger als andere Küchen, aber billig sind sie deswegen auch nicht. Die Preisdifferenz zur DAN Amica war im Endeffekt überraschenderweise klein.
  • Die Qualität der DAN ist vermutlich schon etwas besser. Aber ich bezweifle ob ich den Qualitätsunterschied der beiden Küchen jemals merken würde.

Damit wäre dann der erste große Schritt zur neuen Wohnungseinrichtung getan. Ein paar Küchendetails gilt es noch mit dem IKEA-Leuten vor Ort zu klären, aber dann könnte eigentlich schon bestellt werden.

Küchen Feinabstimmung

Nachdem die grobe Küchenstrukur und -anordnung soweit mal fertig war (siehe diesen Beitrag dazu), geht es jetzt an die Feinabstimmung, also die gewissenhafte Auswahl und Zusammenstellung der einzelnen Küchenelemente.

Dazu hieß es wieder zum IKEA raus zu pilgern, im IKEA-Bus, eh klar. Die Zeit war ziemlich gut gewählt, Freitag Mittag, angenehm wenig los in der Küchenabteilung. Auf einen Kunden kommen ca. 5 junge, dynamische und gelb eingekleidete IKEA Küchenberater.

Inzwischen hat der IKEA-Besuch schon fast etwas Angenehmes. Die Umgebung wirkt vertrauter, man kennt schon alle Abkürzungen in die Küchenabteilung, lässt sich nicht mehr so leicht ablenken und rätselt nicht mehr welches Teil sich wohl hinter diesen sonderbaren Namen verbergen mag.

Gut, kommen wir also zur Sache:

  • Ich hab mich entschlossen die IKEA Küche ganz schlicht in weiß zu halten, Hochglanz ABSTRAKT im IKEA-Sprech. Maximal irgendwo vielleicht eine vereinzelte farbige Oberfläche. Falls möglich hätt ich gerne die RUBRIK Oberflächen, weiß hinter gehärtetem Glas, sehr schön und sehr schlicht. Nur, wie Bruchfest ist die Glasoberfläche tatsächlich? Angenommen ein Metallsessel fällt um und gegen die Oberfläche, hält gehärtetes Glas dem Stand?
  • Griffe waren leicht, kein Firlefanz, die klassischen runden LANSA-Griffe, da macht man nix falsch.
  • Bei der Arbeitsplatte schwanke ich noch ein bisschen zwischen Vollholz NUMERÄR oder Laminat PERSONLIG (pflegeleichter lt. Beschreibung). Stein mit Sicherheit nicht, ist aber reine Geschmackssache, mir persönlich haben die Holzarbeitsplatten einfach besser gefallen. Vom Farbton tendiere ich mehr zur Eiche (linkes Bild).
    PERSONLIG EichePERSONLIG Walnuss hell
  • Bei den E-Geräten wurde die Einbaumikrowelle gestrichen – teuer und verstrahlt außerdem die Wohnung – und der Kühlschrank auf einen mittelgroßen (180l) Einbaukühlschrank reduziert. Wobei ich gerade heute ein kurzes Gespräch führte, das mich wieder einem Stand-Alone Kühlschrank inkl. Eiswürfeldropdown näher brachte. Weil, frische Eiswürfel passen einfach in jeden Drink! Ist aber auch eine Platzfrage, muss dazu nochmal den Grundriss konsultieren. Beim Ceranfeld riskier ich und nehme eines mit den Bedienelementen oben. Risiko deswegen weil die Bedienung dieser Variante bei verschütteten kochenden Flüssigkeiten schwierig werden kann.

Das Resultat im Küchenplaner sah dann etwa so aus:IKEA FAKTUM ABSTRAKT weiß

Die Mischbatterien werd ich wahrscheinlich noch etwas zurücknehmen, ist jetzt die kleinere HJUVIK, und die Bar hätt ich gerne etwas versetzt, sodass sie längs seitig über die Insel ragt und ein schräges gegenüber Sitzen möglich macht. Aber das werd ich dann noch vor Ort mit den gelb bekleideten IKEA Menschen besprechen ob und wie das geht.

Die zwei reduzierten Türme gefallen mir jetzt auch besser und ich habe noch etwas Abstellfläche gewonnen. Links und rechts vom Ceranfeld Platz zu haben war mir auch wichtig, weil ich so nach beiden Seiten arbeiten kann, sprich Zeug abstellen und irgendwas vorbereiten. An die Wand kommen neben einem Spritzschutz (führt IKEA sowas?) einfach Regale, Schränke und Laden sollte ich in der unteren Reihe genug haben. Eventuell werden noch Schubladen gegen Einlegeböden oder umgekehrt ausgetauscht, aber im Großen und Ganzen ist die Küche soweit mal fixiert.