Preisvergleichseiten wie Geizhals sind mittlerweile nicht nurmehr für RAM-Broker interessant, nein, auch der passionierte Kücheneinrichter wird dort fündig. Nur sollte jedoch schon eine ungefähre Vorstellung von den gesuchten Geräten vorhanden sein, sonst treiben einen die endlosen Produktlisten in den Wahnsinn. Sind aber Kühlschrank, Backrohr und Geschirrspüler schon mal funktionstechnisch sowie preislich abgesteckt, lässt sich schon das eine oder andere ganz gute Angebot ausgraben.
Meine Erfahrungen dazu:
- Nicht auf die Angaben im Internet verlassen. Es kann gut sein, dass die Preise vor Ort im Laden nochmal günstiger sind bzw. der Verkäufer nach dem ersten zweifelnden “Najo…” den Preis gleich mal um ein paar Prozent nach unten justiert.
- Mengenrabatt, je mehr Geräte bei einem Händler gekauft werden, desto günstiger wird natürlich der Gesamtpreis. Im konkreten Fall sparte ich so noch rund 10% gegenüber den günstigsten Angeboten bei Geizhals und habe im Endeffekt nicht mehr ausgegeben als mich IKEA Geräte gekostet hätten.
- Am besten in Begleitung einer basarerprobten Person diese Händler aufsuchen. Die meisten Verkäufer würden es wahrscheinlich schaffen mir plausibel zu erklären warum ich gleich 2 Einbaubacköfen in meiner Küche brauche.
Somit wäre die Küche komplett. Die Geräte warten im Lager des Händlers auf meinen Anruf, der sie, sobald die Küche soweit aufgebaut ist, liefert.
Ist doch immer wieder überraschend wie tief die Privatisierungen der öffentlichen Verwaltung reichen:
Neuerdings agiert unser Bundesheer auch als Umzugsservice, gerade heute von einem neuen Nachbar in Anspruch genommen. Muss mich bei Gelegenheit mal nach den Kosten erkundigen. Dürfen die auch keinen Overhead bei Anbotslegungen hinzurechnen kann das sogar sehr günstig sein, etwas marktverzerrend, aber dafür günstig.
So könnte die Truhe im Schlafzimmer beispielsweise aussehen:

Oder eine alte richtig schwere Truhe. Wahrscheinlich ist der Flohmarkt am Naschmarkt in Sachen Truhe auch eine gute Anlaufstelle.
Traditionell wurden Truhen oder Bambuskörbe für Kleidungsaufbewahrung benutzt. Diese Funktion setzt aber, denke ich, langfristig eine nicht unerhebliche Ordnungsdisziplin vorraus. Immerhin müssen ja dann die Kleidungsstücke immer schön gefaltet nach der Reihe in die Truhe gestapelt werden. Kann ich in meinem konkreten Fall gleich mal ausschließen, das geht maximal 2 Tage gut, danach Deckel auf, Teil rein, Deckel zu.
Aber in so einer Truhe können natürlich auch andere Dinge aufbewahrt werden…
Vor dem Depot des Theater in der Josefstadt (Aspernstraße 69, 1220) wird heute 13.00 bis 19.00 Uhr und morgen 10.00 bis 15.00 Uhr ein Flohmarkt abgehalten. Verkauft werden Requisiten aus dem Theater Depot.
Obwohl ich schon Skrupel habe mit einem lebensgroßen Otto Schenk meine Wohnung zu dekorieren, lässt sich dort zweifellos das eine oder andere interessante Möbelstück finden.
Schlafzimmer zu planen macht definitiv mehr Spaß als eine Küche auf den Zentimeter genau hinzubekommen.
Status Quo nach einer kurzen Unterredung mit der Außenstelle in Tokio:
- Reispapierwand oder irgendwelche Statuen wurden gleich mal als “cheesy asian” abgetan und sind eher in Europa gefragt als da drüben
- das Bett muss in die Mitte des Zimmers, sagt Zen
- der Schrank kommt aus dem Zimmer raus (in Vorraumeinbuchtung, dort steht er auch gut)
- Farben sind ganz wichtig: eine ruhige und sanfte Grundfarbe gepaart mit kraftvollen Farbelementen. Mir schwebt da eine Wandzeichnung vor, ein großer kräftig grüner Bambus quer über die weiße Wand (male ich aber sicherheitshalber nicht selbst)
- vielleicht noch eine Pflanze auf einer alten Truhe
Somit bleiben im Schlafzimmer ein Bett, eine Truhe und eine Wandzeichnung übrig. Das sollte für ein Schlafzimmer reichen.
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