Monatsarchiv für Mai 2007

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Feindkontakt

Da war er plötzlich, der Stahlbeton. Beim Rolloaufhängen, bzw. dem Versuch dazu, zeigte er sich in Fensternähe und lehrte dem Bohrer schon bei seinem bloßen Anblick das Fürchten.

Nachdem ich schon mal in einer anderen Wohnung mit ansehen durfte wie pro Fenster ca. 5 Bohrer bei der Vorhangstangenmontage in Stahlbeton verpufften, gab ich gleich w.o. und ließ dem Stahlbeton seine Ruhe.

Not macht bekanntlich erfinderisch und es wurde eine andere Möglichkeit gefunden die Rollos in Fensternähe anzubringen.

Ihr Tischler machts persönlich

Die Abmasse der Nische im Vorraum sind leider so exotisch, dass darin ein Standardschrank aus dem Möbelhaus den vorhanden Raum nicht sehr effizient ausnützt. Ich war ja schon fast wieder so weit den Schrank zurück ins Schlafzimmer zu verlagern, dann hat mir aber der Bettlieferant während des Bettlieferns ein Angebot für diese Nische gemacht. Natürlich eine Maßanfertigung, mit der er in den letzten 2 Tagen sein Auftragsvolumen für meine Einrichtung ungefähr verdreifachte. Guter Verkäufer, aber auch ziemlich gute individuelle Beratung.

Wie auch immer, natürlich ist diese Variante deutlich kostspieliger als ein Schrank von der Stange, aber sicher die optimale Lösung für die Nische mit der wirklich jeder Kubikzentimeter gut ausgenutzt wird. Und gut aussehen wird der Verbau obendrein auch noch.

Viel Küche!

Endlich konnte ich mich heute auch unter die Einrichtungsstreber gesellen und einen Kleinlaster mit meiner Küche vorfahren lassen.

“Das ist aber viel Küche” meinte der Lieferant in nicht ganz akzentfreiem Deutsch.
Ich: “Wieso?”
Er: “800kg ohne Elektrogeräte, muss große Küche sein.”
Ich: “Und dabei hab ich doch nur die unteren Schränke und oben gar nichts.”
Er: “Jesas Maria!”

Das Ganze schaut vorerst mal so aus:

kitchen, take one

Irgendwie bin ich momentan etwas skeptisch ob Küche selbst aufbauen so ein gute Idee war. Aber gut, alles andere wäre ja unsportlich!

Einen Liegestuhl für mich

Ich frag mich ja wirklich wie die Leute dieses Timing hin bekommen: am zweiten Tag parkten noch mehr Umzugslieferwagen in der Gasse und ich glaube für die Benutzung der Lifte musste man sich inzwischen in Listen eintragen.Einrichtungsstück #2Während andere emsig die Wohnung befüllten, kümmerte ich mich um ein wirklich essentielles Einrichtungsstück: den Liegestuhl. Nur, Liegestuhl, so einer aus Holz und mit Leinensitzfläche, war nicht zu finden. Dem Liegestuhl am nächsten kam ein sogenannter Wellness Chair. Auch egal, Hauptsache ein gemütliches Liege-Sitz-Utensil für die Loggia und darin die Abendsonne genießen, sofern sie sich kurz zeigte. Irgendwann wird sich schon ein waschechter Holzliegestuhl finden lassen.

Das Bad wurde ohne viel Aufwand mit der IKEA Molger Serie eingerichtet, Ablage, Handtuchstange, Spiegel und Hocker. Dunkles Holz in Kombination mit weißen Sanitäreinrichtungen und Stoffen macht sich da recht gut wie ich finde. Highlight des Badezimmers ist natürlich der neue Duschvorhang, den konnte ich mir einfach nicht verkneifen.

Duschvorhang Beach Surfgirl

Schlüsselübergabe

Wie aufregend!

speech, boring!Pünktlich um 11:00, wie bestellt, war ich da um den Schlüssel zur neuen Wohnung in Empfang zu nehmen. In meiner Naivität ging ich davon aus, dass das ganze ruhig und koordiniert ablaufen würde. Z.B. die Schlüsselübergabe für alle neuen Bewohner vielleicht über den Tag verteilt stattfinden würde, damit nicht alle zukünftigen Bewohner wie wild gleichzeitig die Schlüsselübergabestelle und danach das Gebäude stürmen. Aber gut, der Bezirksvorsteher und die Bauträger ließen es sich nicht nehmen, die Schlüsselübergabe mit samt diversen Vizebürgermeisterinnen etwas zu zelebrieren. Ansprachen gab es jede Menge, Geschenküberreichungen von Bezirk zu Stadt und natürlich von und zu Bauträger.

Ein bisschen an die Volksschule erinnerte dann die tatsächliche Schlüsselübergabe: jeder neue Bewohner wurde aufgerufen, musste vor zum Rednerpult, wo ihm/ihr mit stattlichem Handshake und Siegerfoto der Schlüssel überreicht wurde.

Mein Gott war das ein Trara!

spanaut's new bedEinige Einrichtungsstreber kamen natürlich gleich mit dem Kleinlaster voller Einrichtung und begannen unmittelbar nach ihrem Handshake, gefolgt von Bemängelungsprotokoll, mit dem Einrichten der neuen Wohnung, was gleich mal zu einer Überlastung des Lift’s führte. Ich fing ganz klein an, montierte ein paar Fassungen für Glühbirnen und ließ mir nur mal das Bett liefern.

Highlight war natürlich der Zugang zur Außenwelt direkt von der Wohnung entweder über die Loggia oder noch besser, gleich auf das Dach rauf. Morgen geh ich Liegestuhl kaufen. Der ist jetzt wirklich wichtig!
spanaut's new playground