Monatliches Archiv für Juli, 2007

Lampen, wieder einmal

Da macht man sich auf den Weg um schöne Lampen zu finden, was sicherlich zu einer der schwierigsten Aufgaben der Wohnungseinrichtung zählt, um endlich die lose an Kabeln und Hängefassungen von der Decke baumelnden Glühbirnen gegen ansprechende Beleuchtungsoptik auszutauschen, und dann das:

Designer FassungEine lose an einem Kabel von der Decke baumelnde Designerfassung, zum Designpreis versteht sich.
Wie auch immer, einige andere Beleuchtungskörper der Möbelselektion machen es sicher zu einer der Top-Adressen in Sachen Innenraumbeleuchtung dieser Stadt.

Küchenladen

LadeMehr Glück als Wissen hatte ich bei der Auswahl der großen Küchenladen.

Generell sind Laden handlicher als normale Regalkästen weil sie den Vorteil haben, dass der Inhalt zum Benutzer rauskommt und der Benutzer nicht bis in den letzten Winkel des Schranks rein kriechen muss. Sie sind natürlich auch etwas teurer, aber in diesen Luxus kann man ruhigen Gewissens investieren, der Komfort gibt einem später recht.

Nun habe ich mich bei den Unterschränken eben für Laden anstatt Regalkästen entschieden. Was mir aber bei den Kästen besser gefiel, war die ruhigere, weil weniger geteilte, Front. Bei den Laden habe ich daher diese Lade-in-Lade-Variante gewählt, eine gemeinsame große Front für 2 Laden. Schaut besser aus, weil wie gesagt die Front einheitlicher und ruhiger wirkt.

Hat natürlich den Nachteil dass man immer zu erst die unterste Lade öffnen muss um an die mittlere Lade zu kommen.

Hat aber auch den Vorteil, dass man die unterste Lade ohne sich dabei viel bücken zu müssen (ja ja, man wird älter) öffnen kann. Natürlich muss man sich später bücken um den Ladeninhalt zu erreichen, aber da ich da eher stehende hohe Sachen, wie z.B. Cornflakes oder Reis, lagere hält sich der Bückaufwand in Grenzen.

Zumindest haben meine Kniebeugen dank des Lade-in-Lade-Systems im Vergleich zur letzten Wohnung mit strikt getrennten Laden spürbar abgenommen.

Kühlkonzept

Wer hätte das in Mitteleuropa für möglich gehalten: die letzten paar Tage haben mich gelehrt die Kühlung meiner Wohnung regelrecht strategisch anzugehen.

Glücklicherweise ist die Wohnung ja Ost-West ausgerichtet, d.h. ich habe 2 Zimmer gen Osten und den Wohnbereich und verglaste Loggia im Westen. Die raumhohe Verglasung der halben Westseite trägt natürlich dazu bei, dass sich dieser Raum bei den aktuellen Temperaturen und Sonneneinstrahlung auch so richtig schön aufheizen kann.

Eigentlich ist es eh nahe liegend, aber letzte Woche hatte ich daran beispielsweise noch keinen Gedanken verschwendet. Die beiden Ostzimmer werden sozusagen als Kaltluftproduzenten herangezogen – während der Nacht alle Fenster aufmachen und die Räume abkühlen lassen (so gut das halt momentan geht). In der Früh werden sie dann hermetisch abgeriegelt, Fenster zu, Rollos runter und Türen zu. Die kalte Luft wird da drinnen über den Tag konserviert.

Abends, zurück aus dem Büro, kann ich dann bei Luftdurchzug von Ost nach West ein kaltes Zimmer ganz aufmachen und die kalte Luft durch die Wohung ziehen lassen oder, strömt die Luft nicht so wie ich mir das vorstelle, die Fenster geschlossen halten und die kalte Luft in kleinen Dosen durch die Wohnung ziehen lassen bzw. auf die Lüftungsstrategie pfeifen und mich im kalten Zimmer verbarrikadieren.

Inzwischen sind ich und die Wohnung in dieser Sache schon ein gut eingespieltes Team, also wenn es nach mir ginge könnten die Temperaturen ruhig so weitergehen, endlich richtiger Sommer.

Jalousienalternative

Von der Morgensonne geweckt zu werden ist zwar sehr nett und auch eine angenehme Art auf zu wachen, aber passiert das täglich um ca. 5:11 morgens, gefolgt von intensiver Sonneneinstrahlung ins ostseitig gelegene Schlafzimmer, dann erwischt man sich schon hin und wieder mit dem Gedanken spielend dieses verd**** Fenster einfach wieder zu zu betonieren.

Inzwischen sind an diesem Fenster 2 Rollos angebracht: ein dunkles um die schlimmste morgenliche Sonneneinstrahlung abzuschirmen und ein nettes helles Papierrollo, mehr wegen der schicken Optik denn als Sonnenschutz.

Sommer heißt aber auch bei offenem Fenster schlafen. Nun reicht schon der 4cm breite Fensterkippspalt bereits aus, der um ca. 5:19 so grell aufleuchtet dass fast eine Schweißbrille benötigt wird um mit offenen Augen Richtung Fenster zu schauen, das ganze Zimmer auszuleuchten.

Was tun also? Vor allem bei einer krassen Vorhangphobie?

Schlafbrille war die Lösung. Klingt jetzt vielleicht etwas altbacken, gar imperialistisch anmutend (ich muss da immer an Menschen in Barockperücken denken), aber hilft. Wenn man denn mal eine Schlafmaske gefunden hat, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Flughafenutensilienshop im Boardingbereich war dann die Lösung, wo eine dunkle und bequeme Schlafmaske erstanden wurde.

Jetzt ist ein angenehmer Schlaf auch bei weit offen stehenden Fenster bis Mittags problemlos möglich ohne diese dicken spanischen Rollos aufwendig an der Außenseite zu montieren, ja gar die Demontage der hässlichen dunklen Rollos wird wieder angedacht. Nur Sonnencreme auftragen darf nicht vergessen werden, sonst gibt es ein böses Erwachen…

Liftabsturz

Lift-ErrorNein, nicht der ganze Lift, nur die Lift-Software. Anscheinend ein Stockwerkbug, denn die Türen ließen sich noch problemlos über das Tastenfeld öffnen und schließen. Sonst könnte ich diese Zeilen hier ja gar nicht schreiben, weil ich noch im Lift festsitzen und auf Hilfe warten würde.

Trotzdem komisch wenn die Anzeigentafel plötzlich Stockwerk 9 (von 6) als Ziel anzeigt und man inständig hofft dass das Ding jetzt ja nicht versucht in den neunten Stock zu fahren. Aber die ambitionierte Stockwerksziffer wurde gleich von einem rot leuchtenden Er abgelöst, was wiederum Zweifel aufkommen ließ, ob sich denn jetzt noch die Tür öffnen lässt. Ist ja nicht so wie bei den guten alten Aufzügen aus der Jahrhundertwende, die man noch mit roher mechanischer Gewalt öffnen kann.

Nachtrag

Drück auf 6 komm ich in den 5. Stock, drück ich auf 5 komm ich in den 4. Stock, drück ich auf 3 oder 4 kommt Er, drück ich auf 0 komm ich ins Erdgeschoss. 1, 2 und -1 werden morgen getestet.