So, Waschmaschinen aussuchen war dann doch nicht so mühsam. Hauptkriterium, neben dem Preis, war die Dimension, wie ich im Waschmaschinenpark des Elektrohändlers feststellte. Die meisten Frontloader würden die ganze Ecke wo der Waschmaschinenanschluss ist verstellen. Der Toploader ist schmal genug dass ich daneben noch das schon existierende Badregal hinstellen kann.
Deswegen wurde es letztendlich ein relativ kleiner Toploader von Whirlpool, in den aber immer noch 5kg Wäsche reinpassen. Mehr als die 3kg Miniaturmaschinen und weniger als die Großfamilien 7kg Waschriesen. Damit sollte ich wohl das Auslangen finden. Energie- und Wasserverbrauch scheinen im Vergleich zu anderen Maschinen auch ok zu sein. Einzig die Schleuderwirkung ist nicht ganz optimal, aber für den Preis nimmt man diesen Abschlag schon in kauf.
Und natürlich hab ich wieder beim gleichen Elektrohändler gekauft, eigentlich nur wegen dem skurilen Lieferanten. Bei einem anderen Händler wäre die gleiche Maschine etwas billiger gewesen, aber ein waschmaschinenliefernder Ozzy war mir der Preisunterschied schon wert.
Ich frag mich ja wirklich wie die Leute dieses Timing hin bekommen: am zweiten Tag parkten noch mehr Umzugslieferwagen in der Gasse und ich glaube für die Benutzung der Lifte musste man sich inzwischen in Listen eintragen.
Während andere emsig die Wohnung befüllten, kümmerte ich mich um ein wirklich essentielles Einrichtungsstück: den Liegestuhl. Nur, Liegestuhl, so einer aus Holz und mit Leinensitzfläche, war nicht zu finden. Dem Liegestuhl am nächsten kam ein sogenannter Wellness Chair. Auch egal, Hauptsache ein gemütliches Liege-Sitz-Utensil für die Loggia und darin die Abendsonne genießen, sofern sie sich kurz zeigte. Irgendwann wird sich schon ein waschechter Holzliegestuhl finden lassen.
Das Bad wurde ohne viel Aufwand mit der IKEA Molger Serie eingerichtet, Ablage, Handtuchstange, Spiegel und Hocker. Dunkles Holz in Kombination mit weißen Sanitäreinrichtungen und Stoffen macht sich da recht gut wie ich finde. Highlight des Badezimmers ist natürlich der neue Duschvorhang, den konnte ich mir einfach nicht verkneifen.

Soeben über das Filmcasino entdeckt, weil die anscheinend Kinosessel loswerden wollen: aufgemöbelt, ein kreatives Grüppchen das Möbel redesigned, Individualität und Witz in die Wohnung bringt und dabei beweist, dass vorher-nachher Fotos auch außerhalb von Frauenmagazinen ihre Berechtigung haben.
Und Möbel transportieren tun sie obendrein auch, kommt mir gleich sehr gelegen.
So, das Bett wäre nun auch geordert.
Vom aktuellen Hochbett geht es runter bis fast auf den Boden, auf 16cm Höhe um genau zu sein. Letztendlich fiel die Entscheidung auf ein sehr niedriges Tatami-Bett.
Das Bett besteht aus einem naturlackierten Rahmen, in dem ein Lattenrost liegt und auf dem wiederum 2 Tatamis aufliegen. Also eher ein stabileres Bett, weil die Unterlage durch die Tatamis nicht wie bei ein normaler Lattenrost, der ja eine Federwirkung hat, nachgibt.

Darauf kommt dann noch ein Futon der weicheren Art:
- ökologische Baumwolle,
- Naturlatex und
- latexierter Kokos.
Probeliegen hätte diese Anordnung erfolgreich überstanden. Mal schauen wie es ich im Alltagsgebrauch macht. Aber ich bin da recht zuversichtlich. Die Lüftung funktioniert anscheinend mit Tatamis sehr gut und Futons bieten angeblich mit der Baumwolle einen angenehmen Temperaturausgleich – im Winter warm und im Sommer etwas kühler – und sind weniger anfällig für Milben. Die Pflege ist auch nicht allzu aufwändig: einmal im Monat zusammenrollen und etwas schütteln, damit sich die Baumwolle wieder auflockert, sollte reichen.
Mit Jurassic 5 im Ohr – entspannend, die perfekte Sofaauswahlmusik – ging es nochmal eine Runde durch die Interio Sofaabteilung. Nach dem dritten Probelümmeln war ich dann sicher: das CHILL wird es, inklusive Polsterarmada. Nicht nur weil es bequem ist, sondern auch weil die Elemente sehr einfach umzustellen sind: Fixierung auf, umrücken, Fixierung zu. Macht man sicher nicht oft aber ist trotzdem ein nettes Sofa-Feature wie ich finde.
Stofffarbe ist Anthrazit, etwas dunkler, da sieht man die eingeschmolzenen Schokoladeflecken nicht sofort.

10 Wochen Lieferzeit, damit dass das Sofa länger braucht als die Küche hab ich dann auch wieder nicht gerechnet…
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