Die 3cm Küchenüberlänge wäre gelöst. Sich abseits von IKEA nach E-Geräten umzuschauen zahlt sich wirklich aus. Nicht nur ist die Auswahl in Elektromärkten naturgemäß größer, auch preislich bietet sich da die eine oder andere Okkasion an. Mit ausreichend zeitlichem Spielraum, um z.B. Aktionen abzuwarten, bekommt man gute Markengeräte in ähnlichen Preislagen oder sogar günstiger als die Standard-IKEA-Geräte.
Auf den Einbaukühlschrank wird jetzt gänzlich verzichtet. Erstens wäre er wie gesagt mit der Abdeckung 3m zu breit und außerdem machen sich freistehende große Kühlschränke eigentlich ziemlich gut. Ein Monster nach US-Vorbild geht sich vom Platz her leider nicht aus, abgesehen davon wären 600kWh/Jahr für den Eiswürfelspaß wohl auch etwas übertrieben. Es wird jetzt ein mittelgroßer (170cm hoch) Kühlschrank kombiniert mit Gefrierfächern. Bosch und Samsung machten einen guten Eindruck und waren sogar günstiger als die IKEA Kühlschränke.
Das einzige E-Gerät das noch bei IKEA geordert wird ist das Ceranfeld, aber nur damit es beim Arbeitsplatten ausschneiden zu keine Missverständnissen oder Problemen kommt.
Ja und wo der Wasseranschluss ist weiß ich inzwischen auch. Das Baubüro auf der Baustelle ist bereits geschlossen, aber glücklicherweise erwischte ich einen freundlichen joghurtessenden Herren in einem anderen provisorischen Baubüro der mir kurz den Schlüssel ausborgte, sodass ich noch ein paar Maße in der Wohnung nehmen konnte. Sonst ist die Baustelle ab jetzt bis Mai dicht, erklärte mir der nette joghurtessende Herr. Und was die Bauträger alles erzählen, da könnt ja jeder kommen und die Wohnung besichtigen wollen. Erinnerte mich irgendwie an meinen ersten Baustellenbesuch.
Trotz des Herrn Poliers Zeitdrucks konnte ich es mir nicht verkneifen schnell die Kamera auszupacken und ein Foto in der Wohnküche zu schießen. Natürlich von dem wichtigsten Teil der Wohnung überhaupt: der Loggia mit ihrem famosen Faltschiebeelement.
Sicherlich kein Vergleich zu manchen Wohnungen mit einer erdgeschoßigen, einer im ersten und noch einer Terrasse im zweiten Stock, aber zumindest schon mal eine Verbesserung gegenüber einer Wohnung so ganz ohne Balkon.
Also ganz so zwanglos wie der Bauträger meinte läuft ein Baustellenbesuch ja auch nicht gerade ab. Bevor ich einen Schritt auf die Baustelle machen durfte, bekam ich erstmal eine ausführliche Unterweisung durch den Herrn Polier, der mir erklärte das er (a) gerade Leute bei sich und keine Zeit hat, (b) da ja nicht jeder einfach so aufkreuzen kann und (c) es Freitag kurz vor Mittag ist und alle gleich heimgehen wollen. Falls ich länger brauchen sollte, könnte ich aber jederzeit im Büro einen Schlüssel ausfassen und dann kommen und gehen wann ich will, meinte der Herr Polier noch zu mir.
Gut, unter des Herrn Poliers Aufsicht durfte ich dann doch kurzfristig die Baustelle und meine zukünftige Wohnung betreten. Auf dem Weg hinauf erkundigte sich der Herr Polier, durchaus etwas forsch, bei den Arbeitern in so gut wie jedem Stockwerk nach dem Stand der Dinge. Vielleicht mußte ich deshalb in seiner Gegenwart auch öfter als sonst an agyptische Sklaventreiber denken. Im zweiten Stock kam es dann auch zu einer kurzen Diskussion über irgendwelche Löcher die noch gestopft gehören. Naja, ich wohn eh im Vierten und hoffentlich waren dort keine Löcher die gestopft werden mussten.
Angesichts des Zeitdrucks (Freitags 11:23 unvorangemeldet auf einer Baustelle) war das Distometer echt eine Riesenhilfe. Mit Rollmeter wäre sich das Ausmessen in der kurzen Zeit nie ausgegangen. Von der Wohnküche hab ich jetzt mal alle Maße bis auf den Millimeter genau und kann mich an die Zusammenstellung der Küche machen, aber erst morgen.
In letzter wurde es etwas ruhig hier, was aber natürlich nicht bedeutet dass dieses Projekt versandet. Nur fehlte es einfach etwas an Zeit weiter durch Möbelhäuser, etc. zu streifen.
Inzwischen erkundigte ich mich bei meinem Bauträger wegen des voraussichtlichen Fertigstellungstermins. Von außen betrachtet macht das Gebäude ja schon einen ziemlich fertigen Eindruck, im positiven Sinne natürlich. Mai wurde mir mitgeteilt, aber noch nicht schriftlich. Mal schauen. Ich gehe jetzt also von t0=Mai 2007 aus, damit wäre ich jetzt bei ca. t -3M. Also schön langsam kann ich mir konkretere Gedanken v.a. wegen der Küche machen.
Lutz hat bis Ende Februar EWE-Küchen Aktion erfuhr ich heute Morgen von einer Kollegin. Wahrscheinlich ist es mehr ein Köder als eine Aktion, aber hinschauen und ein Anbot erstellen lassen kann sicher nicht schaden.
Auf die Baustelle könnte ich auch, sagte mir der Bauträger, ganz unkompliziert. Wobei mir aber nicht klar war ob jeder sich einfach so auf Baustellen in halb-fertigen Wohnungen herumtreiben kann oder ob man sich da schon irgendwie als zukünftiger Bewohner ausweisen muss. Rätselhaft, wenn das ganz unkompliziert klappt spricht eigentlich nichts dagegen noch ein paar andere Rohbauten zu besichtigen. Hab schon überlegt mir so eine gelbe FINANZ-Jacke für den Baustellenbesuch anzufertigen. Damit hätte ich die Herzen so mancher Arbeiter auf der Baustelle auch sicher gleich auf meiner Seite.
Naja, auf alle Fälle werde ich die Wohnung in nächster Zeit besuchen und bei der Gelegenheit genau ausmessen, weil der Grundriss ja nicht so von Genauigkeit strotzt. Und im IT-Zeitalter geht man natürlich mit einem Distometer ausmessen (vielen Dank an C. an dieser Stelle!), nicht mehr mit diesem old-skool Rollmeter.
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