Archiv für das 'Bett'-tag

Seite 2 von 2

Tief schlafen

Tatami BettSo, das Bett wäre nun auch geordert.

Vom aktuellen Hochbett geht es runter bis fast auf den Boden, auf 16cm Höhe um genau zu sein. Letztendlich fiel die Entscheidung auf ein sehr niedriges Tatami-Bett.

Das Bett besteht aus einem naturlackierten Rahmen, in dem ein Lattenrost liegt und auf dem wiederum 2 Tatamis aufliegen. Also eher ein stabileres Bett, weil die Unterlage durch die Tatamis nicht wie bei ein normaler Lattenrost, der ja eine Federwirkung hat, nachgibt.

Futon

Darauf kommt dann noch ein Futon der weicheren Art:

  • ökologische Baumwolle,
  • Naturlatex und
  • latexierter Kokos.

Probeliegen hätte diese Anordnung erfolgreich überstanden. Mal schauen wie es ich im Alltagsgebrauch macht. Aber ich bin da recht zuversichtlich. Die Lüftung funktioniert anscheinend mit Tatamis sehr gut und Futons bieten angeblich mit der Baumwolle einen angenehmen Temperaturausgleich – im Winter warm und im Sommer etwas kühler – und sind weniger anfällig für Milben. Die Pflege ist auch nicht allzu aufwändig: einmal im Monat zusammenrollen und etwas schütteln, damit sich die Baumwolle wieder auflockert, sollte reichen.

In die Mitte!

BambooSchlafzimmer zu planen macht definitiv mehr Spaß als eine Küche auf den Zentimeter genau hinzubekommen.

Status Quo nach einer kurzen Unterredung mit der Außenstelle in Tokio:

  • Reispapierwand oder irgendwelche Statuen wurden gleich mal als “cheesy asian” abgetan und sind eher in Europa gefragt als da drüben
  • das Bett muss in die Mitte des Zimmers, sagt Zen
  • der Schrank kommt aus dem Zimmer raus (in Vorraumeinbuchtung, dort steht er auch gut)
  • Farben sind ganz wichtig: eine ruhige und sanfte Grundfarbe gepaart mit kraftvollen Farbelementen. Mir schwebt da eine Wandzeichnung vor, ein großer kräftig grüner Bambus quer über die weiße Wand (male ich aber sicherheitshalber nicht selbst)
  • vielleicht noch eine Pflanze auf einer alten Truhe

Somit bleiben im Schlafzimmer ein Bett, eine Truhe und eine Wandzeichnung übrig. Das sollte für ein Schlafzimmer reichen.

Zen Zimmer

Momentan tendiere ich sehr zu einem spartanisch eingerichteten Schlafzimmer. Wobei spartanisch in dem Fall ja gar nicht stimmt, auch wenn Sparta momentan in aller Munde ist, japanisch müsste es heißen, aber diese Redewendung existiert wieder nicht.

Wie auch immer.

Ein Bett muss her, ein einfaches niedriges Bett ohne Verschnörkelungen. Wie dieses schöne kroatische Bett von der H.O.M.E. zum Beispiel.

TatamiOder eben ganz im Stile japanischer Betten wie auf dem Bild rechts: Rahmen, Lattenrost, Tatamis, Futon.

Und warum dann nicht gleich das Schlafzimmer japanisch einrichten, sehr schlicht, sehr reduziert, vielleicht mit Ikebana als leichte Dekoration, konzentriert auf das Schlafen. Leselümmeln, etc. wird dann auf das Sofa ins Wohnzimmer ausgelagert.

Der Kleiderschrank könnte dabei problematisch werden, der bringt dann vielleicht zuviel Unruhe in das Zimmer. Aber den könnte man ja auch hinter einer Reispapierwand verstecken, als Umkleidekabine sozusagen.

Im Depot

H.O.M.E.-Depot 2007Das Semperdepot eignet sich wirklich hervorragend für Inszenierungen. Ohne auch nur ein Designgustostückerl gesehen zu haben, beeindruckt die Halle alleine schon durch ihre Form und Höhe. Gleich nach betreten der Ausstellung stellt sich eine Vorfreude und man kann es als Besucher kaum erwarten eine Galerie nach der anderen zu erkunden.

4 Etagen mit insgesamt über 4.000qm werden eine halbe Woche lang mit feinstem Interior-Design bespielt. Überraschender Weise waren die meisten Designstücke auch benutzbar, also bewohnbar. Einzig die ausgestellte Küche, es gab tatsächlich nur eine Küche, hinterließ mehr den Eindruck einer Schau- als Kochküche.

Sofas gab es viele, sehr viele. Aber bei keinem kam mir spontan der Gedanke “So, das ist es!”. Und ohne dem Gedanken kauft man i.d.R. nur Kompromisslösungen.

Element krevet LGanz anders bei den Betten: Element fiel sofort auf, und auch sofort stellte sich dieses “Haben wollen!” Gefühl ein. Kroatisches Holzdesign, slawonische Eiche um es zu präzisieren. Sehr schön mit einer beeindruckend schlichten Eleganz ohne dabei kühl zu wirken. Muss wohl das Holz sein, diese slawonische Eiche. Außer Betten gibt es von Element noch Tische, Regale oder Zeitungsständer. In Wien finden Interessierte Element in der wohnzeile4. Mal schauen, ich glaub das eine oder andere Element wird es wohl werden.

round amphEine der interessantesten Ideen war wahrscheinlich bei round zu sehen. Ursprünglich für Weinflaschenlagerung gedacht, eignet sich das Regalsystem amph mit seinen ovalen, und lose in einen Holzrahmen gelegten, Keramikteilen auch gleichermaßen für die Ablage von Zeitschriften o.ä. Mir persönlich würde so ein Regal für meinen Eingangsbereich gefallen. Ein Trennelement zwischen Wohnraum und Türe sollte dort schon sein, nur sollte es auch nicht zu dicht sein und den Raum zu stark teilen. Daher könnte ich mir so einen durchlässigen amph Rahmen schon vorstellen. Einen praktischen Eindruck, d.h. Ablagemöglichkeit von Post, Schlüssel, Tasche, etc. nach dem Eintreten, macht amph auf alle Fälle.

Bei ausreichend Wohnraum, also deutlich mehr als die durchschnittlichen 38qm pro Person, bietet die H.O.M.E.-Depot schon ein paar sehr nette Ideen zur Innenausstattung. Vor allem für Wohnzimmer oder Lounge gab es dort ein paar Sessel aus denen man am liebsten nie mehr aufstehen wollte. Oder Bürostühle die eine wahre Wohltat für jede Wirbelsäule sind. Oder Tische die mit dem richtigen Desktop Design erfrischend lebendig wirken. Inspiration gibt es auf der H.O.M.E.-Depot jede Menge.

Minimalismus vor!

Im Schlafzimmer bin ich ja offiziell noch gar nicht angelangt, trotzdem schielt ein Auge immer schon mal auf potentielle Bettkandidaten. Wie dieses hier z.B.:

Zieharmonika Bett

Herrlich einfach und unter Zuhilfenahme einiger individuell angebrachter größere Polster auch lehn- und lesetauglich.

Aber leider für meine Dimensionen etwas zu kurz geraten…