Zwei kurze Veranstaltungshinweise die mich per Email – ja, das Kontaktformular funktioniert tatsächlich – erreichten:
Am diesjährigen Designpfad, 16. und 17. Mai 2008, im Wiener Bezirk Neubau findet man in der Station 26, der Siebensterngalerie Ruth Maier, Kirchengasse 25, 1070 Wien, den Salon einer Diva:
Vier Kreative aus dem Bereich Möbel, Leuchten und Wohnaccessoires gestalten die privaten Räumlichkeiten einer Grande Dame der Society im unverwechselbaren Stil der Diva.
Vom 21. Mai bis 7. Juni gibt es die Möbelsynthese in der Galerie Althan, Althanstraße 11-13, 1090 Wien. Die Vernissage zur Ausstellung ist am 20. Mai 2008 19:00.
4 Künstlerinnen, welche sich im Bereich Möbel, Leuchten und Wohnaccessoires bewegen. Die Formensprache zeichnet sich durch Witz und einen humorvollen Blick auf die Dinge aus. Individuelle Werkstücke und Kleinserien be-reichern durch ihre Einzigartigkeit Wohnräume auf besondere Art.
Neben der Tischbestellung nutzte ich auch gleich die Gelegenheit um mir ein paar Lampen im Möbel anzuschauen. Eigentlich wollte ich mir nur einen Beleuchtungskörper in natura ansehen, der mir im Katalog schon ins Auge stach. Genau den fand ich aber leider nicht im Shop.
Ganz anders mit einer Lampe über die ich im Katalog immer hinweg blätterte. Sehr schmal, sehr simpel und auch etwas langweilig, dass war zumindest mein Eindruck vom Bild im Katalog.
In Natura, als ich die Lampe im Nebenraum leuchten sah, war das dann aber ein spontanes “die passt, die will ich haben” Gefühl. Und wie wir ja alle wissen sollte dem Bauchgefühl vertraut werden.
Die Lampe – hangover_no.2 von stockwerk3 – schaut in Natura gleich ganz anders aus. Es muss wohl an dem roten langen Kabel liegen das der Lampe das besondere Etwas gibt. Sie wurde dann auch gleich eingepackt und mit Heim genommen. Gedacht ist sie als Lampe über dem zukünftigen Esstisch. 60 Watt, das passt auch von der Lichtstärke für eine Lampe die relativ knapp über dem Tisch hängt.
Und das dünne rote Kabel mit der schlichten kleinen Keramiklampe am Ende macht sich jetzt schon, so ganz ohne Tisch, sehr gut in der Wohnküche. War sozusagen ein kleines vorgezogenes persönliches Vorweihnachtsgeschenk.
Wer sagt dass schicke Tattoos ausschließlich Wänden vorbehalten sein müssen?
Toilet Ink beweist uns das Gegenteil. Dort finden sich klassische Tattoo-Motive für das stille Örtchen. Vom Mum-Schriftzug über Tiki-Masken bis zu Totenköpfen finden sich dort allerhand bunte Verzierungen für unsere geliebte und zweifellos häufig frequentierte Schüssel.
Falls ich jemals mit der ehrenvollen Aufgabe betraut werden sollte die Toilette eines Hells Angels Vereinslokals (aka Big Red Machine) auszustatten, werde ich ich dankbar auf Toilet Ink zurückgreifen. Vorerst bin ich jedenfalls mit dem traditionellen schlicht weißen WC Interior noch recht zufrieden.
Die Idee Vinyl an die Wand zu kleben hat mir gleich so gut gefallen, dass ich kurzerhand ein kleines Wandtattoo von very sticky bestellte und das mal ausprobierte.
Geliefert wurde die Folie per Post, Luft gepolstert, mit Schleifchen dran und einer kleinen handgeschriebenen Notiz. Sehr nett. Ist man als IKEA-Kunde ja gar nicht gewohnt, wo man dort ja nicht mal darauf aufmerksam gemacht wird, dass man dabei ist eine Küche zu kaufen die keinen einzigen Griff hat. (Apropos IKEA, nach Lektüre der aktuellen Le Mond Diplomatique “Die Globalisierungsmacher” sind mir bis auf weiteres IKEA-Besuche vergangen.)
Eine Anleitung wie das kleine Kunstwerk erfolgreich an die Wand geklebt wird ist auch dabei. Hat man mal herausgefunden was denn nun Übertragungspapier und Trägerfolie ist, ist man auch in der Lage diese zu verstehen.
Aber im Großen und Ganzen ist das an die Wand kleben kein Problem:
Trägerfolie ab (das ist die nicht-transparente)
Motiv auf der Übertragungsfolie (das ist die transparente) an die gewünschte Stelle an die Wand kleben
gut feststreichen
nein, wirklich gut feststreichen
30 Minuten warten
Übertragungsfolie vorsichtig abziehen und aufpassen dass sich das Motiv sauber von der Folie löst
Von meiner Wand haben sich hin und wieder Folie mit Wandverputz gelöst, was aber eher an dem schleißigen Wandverputz als an der Folie liegt. Deswegen hab ich das ganze wirklich mit großer Vorsicht von der Übertragungsfolie abgezogen, sonst hätte ich Teile der Wand mitgenommen.
Resultat:
ich hab jetzt ca. 2m hohen Schilf in der Wohnküche an der Wand stehen, der nicht gegossen oder sonst wie gepflegt werden muss. Davon abgesehen, gefällt mir der Wandschmuck wirklich sehr gut, ein klares, einfaches und ruhiges Design, genau richtig.
Noch immer nicht mit meiner Lampensituation zufrieden, machte ich letztens einen Abstecher in einen kleinen Laden, an dem ich fast täglich vorbei komme, aber immer nur am Schaufenster hängen blieb und nie eintrat.
Design of 20th Century ist der etwas hochtrabende Name (die Website dürfte übrigens auch auf diese Periode zurückgehen), und es findet sich dort allerhand Klein-Mobiliar der 50er bis 70er. Wobei das schöne daran ist, dass es keine schnöden Nachahmungen sind, sondern es sich tatsächlich um original alte Lampen, Beistelltische, Sessel, Uhren und Wecker (mit diesem schwarzen Fallziffernblatt!), etc. handelt. Soweit ich das beurteilen kann.
Eine schlichte weiße 60er Plastiklampe hätte ich mir fast gekauft. Problem war aber, dass sie nur 60 Watt aushielt und auch nicht groß genug für Energiesparlampen war. Und 60 Watt sind für Raumbeleuchtung zu wenig, ginge nur wenn sie zum Beispiel knapp über dem Esstisch hängt, dann sind 60 Watt ausreichend. Da der Esstisch aber noch immer fehlt, kann ich noch keine dazu passende Lampe kaufen. Leider, die war echt schön.
Aktuelle Kommentare