Archiv für das 'Grundriss'-tag

Lebenszeichen

Leider hatte ich während der heißen Einrichtungsphase noch keine Internetverbindung in der neuen Bleibe, sodass ich den Prozess hier nicht mitdokumentieren konnte. Wird aber alles bei Gelegenheit nachgeholt, so ein Umzug ist leider etwas zeitintensiver als ich ursprünglich annahm…

In aller Kürze das Wichtigste: die Küche wurde zu 90% selbst zusammengebaut, steht soweit ganz gut da und ist bis auf das kleine Wassermalheur voll funktionsfähig.

Hier die letzten 3 Bilder der Küchen-Sequenz:

Sequenz 10Sequenz 11Sequenz 12

Zwischen Kühlschrank und Rolloschrank kam noch ein Regal rein, strukturiert die Wand etwas besser.

Als Spritzschutz habe ich vorerst mal Acrylfarbe benutzt. Das sollte für’s Erste reichen, und wahrscheinlich wird es auch dabei bleiben.

Die Insel steht jetzt schräg im Raum, hätte ich im Grundriss nie so angelegt, ist aber, wenn man mal im Raum steht, die beste Variante und nützt den vorhanden Platz optimal aus.

Ad Platz: Wohnküche ist schon nett, nur braucht eine wirklich gute Wohnküche auch genügend Platz. Meine ist sicher am unteren Ende der Wohnküchenpalette ein zu ordnen. Die Idee der Wohnküche schwappte ja auch vom anderen Kontinent herüber und die Leute dort bewohnen auch locker ihre Häuschen >200qm in suburbia country. Wohnküche ist vom Prinzip her schon was Feines, nur habe ich inzwischen auch meine Zweifel ob es sich für europäische Stadtwohnungen wirklich so gut eignet.

Ok, etwas mehr zum Schrauben: in Summe habe ich sicher 2 Wochen an der IKEA Küche herumgebastelt. Natürlich nicht ausschließlich, die Küche hätte man glaube ich in ca. 1 1/2 Tagen aufgebaut, sofern man nicht wie ich fast täglich wegen irgendeiner Kleinigkeit wieder zum Baumarkt bzw. ins Möbelhaus fährt, oder während der Zusammenbauphase noch 5 andere Sachen koordiniert.

Die Wohnung

Grundriss

Das einzurichtende Objekt ist mit Loggia rund 73qm groß. Wohnküche und Loggia gehen zur südwestlichen gelegenen Straßenseite raus, Schlafzimmer schauen in den Hof, nordöstlich ausgerichtet. [weiter]

Vorraum Nische

KleiderstangeVom Architekten wurde die Nische im Vorraum als Stauraum, Abstellraum, vorgesehen. Das Schlafzimmer versuchte ich so simpel, minimalistisch und ausgeräumt wie möglich zu halten. Deswegen auch die Idee mit dem Kleiderschrank in der Nische im Vorraum. [weiter]

Garderobe

JudithDie Garderobe wurde denkbar einfach gelöst: eine Kleiderpuppe steht in der Ecke neben der Tür und dient als Ablage und Kleiderständer für Mäntel, Jacken und Taschen. [weiter]

Grundriss

Das einzurichtende Objekt ist mit Loggia rund 73qm groß. Wohnküche und Loggia gehen zur südwestlichen gelegenen Straßenseite raus, Schlafzimmer schauen in den Hof, nordöstlich ausgerichtet.

Die Wohnung ist im 4. Stock, gemeinsam mit noch einer anderen Partei. Darüber befinden sich nurmehr die Dachgeschosswohnungen und ein allen Bewohnern zugängliches Dach.

Die Loggia ist zum Innenraum hin vollständig verglast und an der äußeren Seite mit einem Faltschiebeelement ausgestattet, sodass sie vollständig (ähnlich einem Wintergarten) verschlossen werden kann.

Wohnungsgrundriss M 1:100

Alle guten Dinge sind drei

Drei mal soll der Küchennovize zu IKEA pilgern bis sich ein erstes Küchen-Erfolgserlebnis einstellt:

Ausflug I, völlige Ratlosigkeit bis hin zur Verzweiflung macht sich breit. Der Gipfel des Küchenwissensberges – Oberflächen, Arbeitsplatten, Schrankarten, Ladentypen, E-Geräte, Abmessungen, etc. etc. etc. – scheint in endloser Weite. Es wird einfach alles an Informationsmaterial eingesteckt was sich in greifbarer Nähe befindet, auch wenn es sich dabei um den Hydrokulturenkatalog handelt, ganz egal.

Hausaufgabe I, Informationsmaterial mustern, die Hydrokulturen kann man vorerst mal beiseite lassen, und eingehend studieren.

Ausflug II, es geht schon sehr zielstrebig in die Küchenabteilung. Mit etwas Glück findet man sogar die inzwischen aus dem Katalogen etwas vertrauteren Küchen und Elemente. Ziel des zweiten Ausfluges ist es vor allem die Katalogküchen in freier Wildbahn anzutreffen, besser noch im Streichelzoo und sich gleich an Laden- und Schrankbedienung zu versuchen oder Oberflächen auf ihre Fettfingerabdruckresistenz zu prüfen. Auf alle Fälle die Namen der Elemente bei gefallen sofort notieren. Die Gefahr der Verwechslung der IKEA-Namen ist äußerst groß!

Hausaufgabe II, Küchenplanung hands-on. Der Nerd wird sich dabei freudig auf den IKEA Küchenplaner stürzen und dort seine ersten Küchenplanungsgehversuche starten, Scherenfetischisten finden im Küchenkatalog ausschneidbare Grundrisselemente und für die Verspielten unter uns bietet IKEA in der Küchenabteilung auch lustige Küchenbauklötze zum zusammensetzen. Wichtig bei dieser Übung ist ja nicht vor einem ersten brauchbaren Entwurf das Handtuch schmeißen. Das ist die Grundvoraussetzung für den nächsten Schritt!

Ausflug III, mit den Entwurf in der Tasche geht es wieder schnurstracks in die Küchenabteilung. Dieses mal geht es um die Ausfertigung, um Oberflächen, um Ladentypen, um Griffe und um Heißluft.
Ein geschärfter Küchenblick hat sich bereits eingestellt und wird auch gebraucht, denn dieser Ausflug verlangt etwas mehr an Konzentration: vor dem geistigen Auge müssen Oberflächen, Strukturen, Farben und Geräte miteinander kombiniert und auf den Entwurf übertragen werden. Am besten spontan alle in Frage kommenden Elemente notieren (vgl. Bauchgefühl) und im nächsten Moment priorisieren. Die Anzahl und Diversifikation in einer Küche vorkommender Details sollte keinesfalls unterschätzt werden! Auf diese Notizen greift man später sehr dankbar wieder zurück.

Hausaufgabe III, Zieleinlauf, die gesammelten Eindrücke des dritten Ausflugs falls möglich sofort in den Entwurf einarbeiten. Iterativ Varianten ausprobieren und Preis ausgeben lassen bis sich das gewünschte Resultat (Preis/Ausstattung) einstellt.

E voilà! Der Bestellung einer gediegenen IKEA Küche sollte nichts mehr im Wege stehen.

t0

In letzter wurde es etwas ruhig hier, was aber natürlich nicht bedeutet dass dieses Projekt versandet. Nur fehlte es einfach etwas an Zeit weiter durch Möbelhäuser, etc. zu streifen.

Inzwischen erkundigte ich mich bei meinem Bauträger wegen des voraussichtlichen Fertigstellungstermins. Von außen betrachtet macht das Gebäude ja schon einen ziemlich fertigen Eindruck, im positiven Sinne natürlich. Mai wurde mir mitgeteilt, aber noch nicht schriftlich. Mal schauen. Ich gehe jetzt also von t0=Mai 2007 aus, damit wäre ich jetzt bei ca. t -3M. Also schön langsam kann ich mir konkretere Gedanken v.a. wegen der Küche machen.

Lutz hat bis Ende Februar EWE-Küchen Aktion erfuhr ich heute Morgen von einer Kollegin. Wahrscheinlich ist es mehr ein Köder als eine Aktion, aber hinschauen und ein Anbot erstellen lassen kann sicher nicht schaden.

Auf die Baustelle könnte ich auch, sagte mir der Bauträger, ganz unkompliziert. Wobei mir aber nicht klar war ob jeder sich einfach so auf Baustellen in halb-fertigen Wohnungen herumtreiben kann oder ob man sich da schon irgendwie als zukünftiger Bewohner ausweisen muss. Rätselhaft, wenn das ganz unkompliziert klappt spricht eigentlich nichts dagegen noch ein paar andere Rohbauten zu besichtigen. Hab schon überlegt mir so eine gelbe FINANZ-Jacke für den Baustellenbesuch anzufertigen. Damit hätte ich die Herzen so mancher Arbeiter auf der Baustelle auch sicher gleich auf meiner Seite.

Naja, auf alle Fälle werde ich die Wohnung in nächster Zeit besuchen und bei der Gelegenheit genau ausmessen, weil der Grundriss ja nicht so von Genauigkeit strotzt. Und im IT-Zeitalter geht man natürlich mit einem Distometer ausmessen (vielen Dank an C. an dieser Stelle!), nicht mehr mit diesem old-skool Rollmeter.