Ich Schlaumeier musste ja unbedingt auf dem neuen Esstisch mit einem Tapeziermesser schneiden. Zwar war ich klug genug eine Kartonunterlage zu verwenden, aber meiner Anpresskraft hielt die Unterlage nicht Stand und somit ritzte ich im Furnier des neuen Esstisches herum ohne es sofort zu merken.
Das Ergebnis waren 2 hässliche lange Schnitte im Furnier:

Was also tun?
Onkel Google meinte Folgendes dazu:
… wenn der Kratzer nicht allzu tief ist dann mit Politur …
… bei tieferen Kratzern kannst Du Holzwachs nehmen …
… feine Kratzer können mit Polierpaste für Hochglanzmöbel behandelt werden …
… mit Möbelhartwachs ausbessern …
… Kleine Kratzer in matten und polierten Möbelflächen lassen sich leicht mit einer Hochglanz-Politur entfernen, die im Handel angeboten werden. Diese Politur wird mit einem weichen Tuch aufgetragen, danach mit einem weichen Lappen nachgerieben und poliert. …
… Ausbesserungs-Wachsstiften in verschiedensten Tönungen …
… benutze mal eine angeschnittene Walnuss und reib über den Fleck. Kleine Kratzer gehen so auch weg.
Mit diesem Wissen machte ich mich wieder mal auf den Weg in den Baumarkt. Ausbesserungsstift, Politur und Möbelhartwachs hatte ich mir notiert und wollte mich in der Holzabteilung schlau machen. Gleich bei den Lacken und Holzpflegeprodukten stolperte ich über das Bondex-Regal. Darauf fanden sich Ausbesserungslackstifte, Holzpolitur und diverse Wachsprodukte, alle in verschiedenen Holztönungen. Mein Kratzer war ca. 1-2mm tief, keine Monsterschramme aber auch zu tief für den Lackstift wie mir die Verpackung desselbigen verriet. Letztendlich entschied ich mich für den Wachskitt, der 2 Wachsstifte in passenden Nusstönen und eine kleine Spachtel enthielt.
Das Verarbeiten war relativ einfach: die Wachstifte etwas anwärmen, z.B. kurz auf den Heizköper legen, damit sie weicher werden, mit der Spachtel in den Kratzer drücken und danach glatt abziehen. Mit den zwei unterschiedlichen Farbtönen kann man die Verkittung auch gut an die Holzmaserung anpassen. Ging ziemlich schnell und das Ergebnis ist ok würde ich meinen:

Schaut man genau hin, ist der Kratzer zwar noch etwas sichtbar, aber zumindest ist die Unebenheit weg und die Oberfläche wieder schön glatt.



Also wurde es eine Maßanfertigung von einem kleinen Möbelgeschäft. Da meine Schlafzimmereinrichtung schon etwas japanisch angehaucht ist, wurde die Nische diesem Stil angepasst:
Die linke Schrankhälfte ist mit 4 Regalböden ausgestattet. Wegen der größeren Raumtiefe, zumindest tiefer als andere Schränke, wurden die mittleren beiden Regalböden ausziehbar gebaut. Bei Kleidungsstücken die oft gebraucht werden ist es nicht sehr angenehm wenn man immer sehr weit in den Schrank reinlangen muss. Dachte ich, deshalb ausziehbare Regalböden in der Mitte für Sachen die oft gebraucht werden. Nun ist der Abstand zwischen den 2 mittleren Ablagen so hoch, dass es eigentlich gar kein Problem wäre da immer bis zum hinteren Rand greifen zu können. Aber ausziehbar schadet auch nicht, wäre halt nicht unbedingt notwendig, ist aber schon praktisch.
In meinem Fall halten sich diese Spezies Kleidungsstück ja in Grenzen, aber trotzdem ist in der rechten Schrankhälfte eine Kleiderstange für Hängesachen (Jacken, Hemden, Anzüge, etc.) vorgesehen. Darunter gibt es nochmal einen Regalboden, da macht sich der kleine Handgepäckstrolley recht gut, unter dem sich dann wiederum die Schuhsammlung verbirgt. Extra Schuhschrank wurde überlegt, aber der bliebe bei mir leer. Denkbar wäre auch den unteren Regalboden in 2 leicht gekippte, hintereinander gelagerte Schuhregale aufzuteilen. Damit wäre gleich Platz für die doppelte Schuhmengen. Mach ich dann wenn es die Schuhquantität verlangt.



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