Dass Filme im Gegensatz zu Büchern die wesentlich natürlichere und beim breiten Publikum beliebtere Form der Informationsaufnahme bieten, hat jetzt auch IKEA erkannt, sich dieses Mediums einmal mehr bedient und seinen dicken IKEA Katalog verfilmt. Ja, richtig gelesen, der IKEA-Katalog wurde verfilmt!
Fürs Kino wird es noch nicht ganz reichen, auch in TV-Zeitschriften wird man “Die grosse IKEA Show” vergeblich suchen, aber im Internet, sozusagen als Video On Demand, bietet sie für Einrichtungsinteressierte ein ausgezeichnetes Programm für verregnete Sonntagnachmittage. Oder aber auch als Abendprogramm, denn ehrlich gesagt ist diese Werbeshow um einiges unterhaltsamer als so manche mitteleuropäische Eigenproduktion die durch das TV-Hauptabendprogramm flimmert.
Den gedruckten IKEA-Katalog wird sie allerdings nicht so schnell ersetzen, so gut und peppig sie auch gemacht sein mag, aufs Klo läßt sie sich nicht mitnehmen. [via Page]
Auch wenn ich es mit den aktuellen IKEA Mustern nicht so hab, aber dieser Spot macht doch gleich wieder Lust auf einen kleinen Einrichtungshausbesuch.
Einfach schön.
Gibt’s nicht: laut Wikipedia ist der IKEA Katalog nach der Bibel und Harry Potter die auflagenstärkste Druckveröffentlichung.
2006: 175 Millionen Exemplare in 27 Sprachen und 55 unterschiedlichen Ausgaben in 2006
Kurz nach erscheinen des 2008er Exemplares (hier übrigens online durch zu blättern) war ich ja beim IKEA draußen. Nicht wegen des Katalogs, eine günstiges Gästebett musste schnell her. Schnell im wahrsten Sinne des Wortes, genau 43min dauerte der Weg Kofferraum – IKEA (Aussuchen, Markthalle, Regalsuche, Kassa) – Kofferraum, .
Die neuen Designs bemerkte ich natürlich trotzdem. Dieses Knallige, aufdringlich Gemusterte, das ganze bunte Zeugs, liegt mir ja nicht so. Wirkt mir viel zu unruhig. Einfach und simpel soll es sein damit ertrage ich es auch länger in meiner Wohnumgebung.
Ist wahrscheinlich aber auch eine IKEA Produktstrategie: Designs entwerfen die dem Kunden genau eine Saison lang gefallen und in der nächsten wieder ausgetauscht werden (müssen). Am Besten natürlich durch 2009er IKEA Produkte. Man beachte nur mal wie viel Geld man “unvorhergesehen” regelmäßig in der Markthalle liegen lässt und wie lange die Teile dann tatsächlich in Verwendung sind.
Mehr Glück als Wissen hatte ich bei der Auswahl der großen Küchenladen.
Generell sind Laden handlicher als normale Regalkästen weil sie den Vorteil haben, dass der Inhalt zum Benutzer rauskommt und der Benutzer nicht bis in den letzten Winkel des Schranks rein kriechen muss. Sie sind natürlich auch etwas teurer, aber in diesen Luxus kann man ruhigen Gewissens investieren, der Komfort gibt einem später recht.
Nun habe ich mich bei den Unterschränken eben für Laden anstatt Regalkästen entschieden. Was mir aber bei den Kästen besser gefiel, war die ruhigere, weil weniger geteilte, Front. Bei den Laden habe ich daher diese Lade-in-Lade-Variante gewählt, eine gemeinsame große Front für 2 Laden. Schaut besser aus, weil wie gesagt die Front einheitlicher und ruhiger wirkt.
Hat natürlich den Nachteil dass man immer zu erst die unterste Lade öffnen muss um an die mittlere Lade zu kommen.
Hat aber auch den Vorteil, dass man die unterste Lade ohne sich dabei viel bücken zu müssen (ja ja, man wird älter) öffnen kann. Natürlich muss man sich später bücken um den Ladeninhalt zu erreichen, aber da ich da eher stehende hohe Sachen, wie z.B. Cornflakes oder Reis, lagere hält sich der Bückaufwand in Grenzen.
Zumindest haben meine Kniebeugen dank des Lade-in-Lade-Systems im Vergleich zur letzten Wohnung mit strikt getrennten Laden spürbar abgenommen.
Wegen der knappen Abmessungen der Arbeitsplatte musste ich mich für die runde EMSEN Spüle von IKEA entscheiden. Ob jetzt eine Spüle besser rund oder eckig ist, ist wahrscheinlich Geschmackssache. Persönlich habe ich mich mit der runden Spüle schon sehr gut angefreundet.
Was der runden EMSEN Spüle jedoch fehlt ist eine Abtropfablage. Dafür bietet IKEA die sogenannte EMSEN Deckplatte an. Mit der EMSEN Deckplatte kann man die Spüle zudecken falls man sie nicht braucht, sieht sehr nett aus nebenbei bemerkt, oder man benutzt die Deckplatte als Abtropfunterlage für abgewaschenes Geschirr.
Das Problem ist nun, kommt Wasser unter die Abtropfablage, und somit zwischen Abtropfablage und Holz, kann man so seine böse Überraschung erleben:
liegt die EMSEN Deckplatte länger auf einer feuchten Vollholzarbeitsplatte, färbt das Metall ab und das Holz saugt sich mit dieser dunklen Flüssigkeit voll. Das Foto zeigt das Ergebnis nachdem ich nasses Geschirr auf die Ablage legte und sie dann ca. 2 Tage stehen ließ. Ein dicker dunkler Abdruck war auf der Arbeitsplatte entstanden. Trotz mit Bienenwachs eingelassener Arbeitsplatte sickerte die dunkle Flüssigkeit relativ tief in das Holz und trocknete dort ein. Einfach abwischen war nicht möglich.
Etwas fester schrubben oder leicht abschleifen entfernte jedoch den dunklen Rand dann doch. Die so entstandenen hellen Flecken dunkeln nach einiger Zeit nach und nehmen wieder den ursprünglichen Farbton an. Also war das Ganze nicht weiter tragisch.
Abhilfe schaffen unter der Abtropfablage angebrachte kleine selbstklebenden Filznoppen, gibt es auch bei IKEA, um die EMSEN Deckplatte nicht direkt auf dem Holz aufliegen zu lassen und so für etwas Luftzufuhr und damit Trockung unter der Abtropfablage zu sorgen. Funktioniert hervorragend!
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