Archiv für das 'Information'-tag

Der IKEA-Katalog für Lesemuffel

Dass Filme im Gegensatz zu Büchern die wesentlich natürlichere und beim breiten Publikum beliebtere Form der Informationsaufnahme bieten, hat jetzt auch IKEA erkannt, sich dieses Mediums einmal mehr bedient und seinen dicken IKEA Katalog verfilmt. Ja, richtig gelesen, der IKEA-Katalog wurde verfilmt!

Die grosse IKEA Show

Fürs Kino wird es noch nicht ganz reichen, auch in TV-Zeitschriften wird man “Die grosse IKEA Show” vergeblich suchen, aber im Internet, sozusagen als Video On Demand, bietet sie für Einrichtungsinteressierte ein ausgezeichnetes Programm für verregnete Sonntagnachmittage. Oder aber auch als Abendprogramm, denn ehrlich gesagt ist diese Werbeshow um einiges unterhaltsamer als so manche mitteleuropäische Eigenproduktion die durch das TV-Hauptabendprogramm flimmert.

Den gedruckten IKEA-Katalog wird sie allerdings nicht so schnell ersetzen, so gut und peppig sie auch gemacht sein mag, aufs Klo läßt sie sich nicht mitnehmen. [via Page]

Alle guten Dinge sind drei

Drei mal soll der Küchennovize zu IKEA pilgern bis sich ein erstes Küchen-Erfolgserlebnis einstellt:

Ausflug I, völlige Ratlosigkeit bis hin zur Verzweiflung macht sich breit. Der Gipfel des Küchenwissensberges – Oberflächen, Arbeitsplatten, Schrankarten, Ladentypen, E-Geräte, Abmessungen, etc. etc. etc. – scheint in endloser Weite. Es wird einfach alles an Informationsmaterial eingesteckt was sich in greifbarer Nähe befindet, auch wenn es sich dabei um den Hydrokulturenkatalog handelt, ganz egal.

Hausaufgabe I, Informationsmaterial mustern, die Hydrokulturen kann man vorerst mal beiseite lassen, und eingehend studieren.

Ausflug II, es geht schon sehr zielstrebig in die Küchenabteilung. Mit etwas Glück findet man sogar die inzwischen aus dem Katalogen etwas vertrauteren Küchen und Elemente. Ziel des zweiten Ausfluges ist es vor allem die Katalogküchen in freier Wildbahn anzutreffen, besser noch im Streichelzoo und sich gleich an Laden- und Schrankbedienung zu versuchen oder Oberflächen auf ihre Fettfingerabdruckresistenz zu prüfen. Auf alle Fälle die Namen der Elemente bei gefallen sofort notieren. Die Gefahr der Verwechslung der IKEA-Namen ist äußerst groß!

Hausaufgabe II, Küchenplanung hands-on. Der Nerd wird sich dabei freudig auf den IKEA Küchenplaner stürzen und dort seine ersten Küchenplanungsgehversuche starten, Scherenfetischisten finden im Küchenkatalog ausschneidbare Grundrisselemente und für die Verspielten unter uns bietet IKEA in der Küchenabteilung auch lustige Küchenbauklötze zum zusammensetzen. Wichtig bei dieser Übung ist ja nicht vor einem ersten brauchbaren Entwurf das Handtuch schmeißen. Das ist die Grundvoraussetzung für den nächsten Schritt!

Ausflug III, mit den Entwurf in der Tasche geht es wieder schnurstracks in die Küchenabteilung. Dieses mal geht es um die Ausfertigung, um Oberflächen, um Ladentypen, um Griffe und um Heißluft.
Ein geschärfter Küchenblick hat sich bereits eingestellt und wird auch gebraucht, denn dieser Ausflug verlangt etwas mehr an Konzentration: vor dem geistigen Auge müssen Oberflächen, Strukturen, Farben und Geräte miteinander kombiniert und auf den Entwurf übertragen werden. Am besten spontan alle in Frage kommenden Elemente notieren (vgl. Bauchgefühl) und im nächsten Moment priorisieren. Die Anzahl und Diversifikation in einer Küche vorkommender Details sollte keinesfalls unterschätzt werden! Auf diese Notizen greift man später sehr dankbar wieder zurück.

Hausaufgabe III, Zieleinlauf, die gesammelten Eindrücke des dritten Ausflugs falls möglich sofort in den Entwurf einarbeiten. Iterativ Varianten ausprobieren und Preis ausgeben lassen bis sich das gewünschte Resultat (Preis/Ausstattung) einstellt.

E voilà! Der Bestellung einer gediegenen IKEA Küche sollte nichts mehr im Wege stehen.

Basiswissen

Gerade im Falle von Gütern wie Einrichtungsgegenständen, die in der Regel in Dekadenintervallen angekauft werden, zahlt sich gute Informationsbeschaffung im Vorfeld aus, um bei den oft listigen Verkäufern etwas nachhacken zu können.

Positives berichtete hierzu eine Kollegin über KONSUMENT.AT, ein kostenpflichtiges (20 EUR pro Jahr) Internetangebot mit ausführlichen Produkttests, dass ihr bei der Staubsaugerbeschaffung am Wochenende äußerst hilfreich war. Man hält es ja kaum für möglich auf welche Details man bei anscheinend simplen Gerätschaften wie Staubsauger achten kann…

Für meine Cerankochplattenangebotseinholung werde ich mir dort mal etwas Ceranbasiswissen aneignen denk ich.