Archiv für das 'Insel'-tag

Gerade, nicht schräg

Vorher – Nacher Kücheninselpositionierung:

Kücheninsel schrägKücheninsel gerade

Schaut doch gleich besser aus!

Anfangs dachte ich Platz zu sparen indem ich die Kücheninsel schräg in den Raum stellte. Das war ein Irrtum, denn

  1. soviel Platz sparte diese Positionierung gar nicht, und
  2. brachte diese Positionierung mehr Unruhe in den Raum.

Jetzt, wo die Insel gerade, d.h. im rechten Winkel, in der Wohnküche steht, wirkt der Raum größer und deutlich ruhiger. Die Küche ist jetzt Richtung (zukünftiger) Esstisch geöffnet und bietet zwischen den Arbeitsbereichen weit mehr Bewegungsraum.

Warum ich da nicht schon früher auf diese Idee kam. Ursprünglich war ja die Küche sogar so geplant…

Lebenszeichen

Leider hatte ich während der heißen Einrichtungsphase noch keine Internetverbindung in der neuen Bleibe, sodass ich den Prozess hier nicht mitdokumentieren konnte. Wird aber alles bei Gelegenheit nachgeholt, so ein Umzug ist leider etwas zeitintensiver als ich ursprünglich annahm…

In aller Kürze das Wichtigste: die Küche wurde zu 90% selbst zusammengebaut, steht soweit ganz gut da und ist bis auf das kleine Wassermalheur voll funktionsfähig.

Hier die letzten 3 Bilder der Küchen-Sequenz:

Sequenz 10Sequenz 11Sequenz 12

Zwischen Kühlschrank und Rolloschrank kam noch ein Regal rein, strukturiert die Wand etwas besser.

Als Spritzschutz habe ich vorerst mal Acrylfarbe benutzt. Das sollte für’s Erste reichen, und wahrscheinlich wird es auch dabei bleiben.

Die Insel steht jetzt schräg im Raum, hätte ich im Grundriss nie so angelegt, ist aber, wenn man mal im Raum steht, die beste Variante und nützt den vorhanden Platz optimal aus.

Ad Platz: Wohnküche ist schon nett, nur braucht eine wirklich gute Wohnküche auch genügend Platz. Meine ist sicher am unteren Ende der Wohnküchenpalette ein zu ordnen. Die Idee der Wohnküche schwappte ja auch vom anderen Kontinent herüber und die Leute dort bewohnen auch locker ihre Häuschen >200qm in suburbia country. Wohnküche ist vom Prinzip her schon was Feines, nur habe ich inzwischen auch meine Zweifel ob es sich für europäische Stadtwohnungen wirklich so gut eignet.

Ok, etwas mehr zum Schrauben: in Summe habe ich sicher 2 Wochen an der IKEA Küche herumgebastelt. Natürlich nicht ausschließlich, die Küche hätte man glaube ich in ca. 1 1/2 Tagen aufgebaut, sofern man nicht wie ich fast täglich wegen irgendeiner Kleinigkeit wieder zum Baumarkt bzw. ins Möbelhaus fährt, oder während der Zusammenbauphase noch 5 andere Sachen koordiniert.

Kleiner Küchenrückschlag

Heute war es dann soweit: in aller Früh mit dem ersten IKEA-Bus raus zum IKEA gefahren. Montag Früh wird sich der IKEA-Andrang in Grenzen halten und ich kann ohne Gedränge in Ruhe mit den gelben Beratern nochmal die Küche durchschauen und sie dann ordern, dachte ich. Diese These hat sich leider nicht so ganz bestätigt. Anscheinend gehen einige Leute gerne Montag Morgen zum IKEA, Freitag Mittag war dagegen wesentlich besser.

Also nochmal kurz die Küchen durchgeschaut ob mir noch was auffällt, dann hin zu einem dieser Computer, den Küchenplaner-Plan aufgerufen, noch schnell die ATTEST-Griffe wieder gegen LANSA getauscht, die schauen im Schwarm doch nicht so schlecht aus und liegen mir von der Handhabung her auch etwas besser, und dann einen gelben Berater geangelt. Immerhin gab es noch ein paar Dinge die man nicht im IKEA Küchenplaner umsetzen konnte:

  • unter die Abwasch kommt so eine große Müll-Lade
  • auf die Arbeitsplatte ins Eck kommt noch ein Jalousienschrank
  • bei der Insel kommt zu den Einlegeböden noch ein Ladenreihe dazu
  • Backofen und Geschirrspüler raus, die werden extra besorgt – beim IKEA Geschirrspüler sind 50dB angegeben, das ist für eine Wohnküche zu laut
  • unterm Backrohr wollte ich Gitterkörbe anstatt der Einlegeböden
  • und für die Insel hinten noch Milchglasfronten

Alles kein Problem, die Beraterin notiert am Küchenplan fleißig mit. Nachdem alles justiert war, schaut die gelbe Beraterin auf meinen Grundriss (den mit den 3 kommastelligen Distometermaßen) und fragt ob mir das eh nichts ausmacht das die Küche ca. 3cm in den Druchgang rein steht.

Um Himmels willen!

Auf den Einbaukühlschrank müssen noch Abdeckungen drauf die das Ganze etwas verlängern. Im Küchenplaner war das leider nicht zu erkennen. Also auf den Zentimeter genau lässt sich mit dem Programm keine IKEA Küche anlegen. Dann schon wirklich alle Maße nochmal aus dem Katalog raussuchen.

Jetzt muss ich entweder die Küche umstellen, will ich unbedingt vermeiden, oder einen vernünftigen freistehenden Kühlschrank finden, der 60cm Breite nicht überschreitet.

Außerdem muss ich den Herrn Polier nochmals belästigen weil ich für die Bestellung exakt wissen muss wo der Wasseranschluss ist.

Nebenbei: eine Dame neben mir wollte sich wegen IKEA Küchen erkundigen. Die wurde höflich aber bestimmt mit den Worten “Wir planen keine Küchen” abgewimmelt. Planungsberatung gibt es biei IKEA wenn überhaupt nur sehr rudimentär.

Strebersdorfer Küchen

Das erste Mal in Strebersdorf und gleich 2 Küchen, selbst geplante und selbst zusammengebaute IKEA Küchen, besichtigt, inklusive ausführlicher Kücheninstruktion und hands-on session am IKEA Laden-Klick-System. Wirklich sehr nett die Strebersdorfer!

Um ein paar Sachen wurde ich wieder gescheiter:

  • ATTESTDie Griffe ausschließlich auf der Griffwand im IKEA auszusuchen ist schwierig ohne sie tatsächlich in großer Anzahl verteilt in einer Küche gesehen zu haben. Meine ursprünglich präferierten Griffe (LANSA) wirken im Schwarm doch sehr wuchtig. Werde daher wahrscheinlich auf das deutlich zartere Modell ATTEST umsteigen.
  • Die E-Geräte sind ebenfalls nochmal zu überdenken. Ohne Zeitdruck, und den habe ich nicht, kann man Elektromärkte wöchentlich nach Angeboten scannen (danke Prospekt-Spam!) und so möglicherweise um den gleichen Preis höherwertige E-Geräte ergattern. Werde ich bis Mai noch tun. Die Bosch-Geräte der beiden heutigen Küchen hinterließen doch einen besseren Eindruck als die Standard IKEA Geräte.
  • Kühlschrank: ich muss unbedingt nochmal ausmessen. Hoffentlich hat ein Stand-Alone-Eiswürfel-Drop-Down Kühlschrank platz!
  • IKEA Küchen Montage: die Corpusse und Läden zusammen zu bauen ist absolut kein Problem und angeblich auch gar nicht so zeitaufwändig wie ich ursprünglich dachte. Mühsam ist die Griffmontage: jeden Griff einzelnen ausmessen, bohren und wenn möglich so montieren, dass sie dann als Schwarm gleichmäßig verteilt ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Ceranfeld und Spüle sollte man besser von Profis aus der Arbeitsplatte ausschneiden lassen (entweder direkt bei IKEA oder nachträglich bei einem Baumarkt).
  • Die Inselrückwand werd ich ebenfalls noch mit Türen versehen, mit Milchglas, und eine Lampe irgendwie in den Unterschrank bauen. Das Anbringen von Blenden an IKEA-Unterschrankrückwänden kann ziemlich trickreich sein wie ich heute erfahren habe. Außerdem bekäme ich auf diese Weise noch einen netten Lichteffekt in die Wohnküche und man kann von beiden Seiten unten aus der Insel Teller, Gläser, etc. herausnehmen.

Die Sache mit dem Spritzschutz ist noch gänzlich ungelöst. Milchglas ist zwar prinzipiell schön und sehr pflegeleicht, ich bin mir aber nicht mehr so sicher ob es zu rein weißen Küchen tatsächlich gut passt. In einer großen weißen Küche kam da heute etwas Skepsis auf. Der Acrylfarbentipp war in diesem Zusammenhang ganz nützlich, und wird wahrscheinlich auch ausprobiert.