So ungeeignet Papierrollos im Schlafzimmer sind, so gern hab ich sie doch im Wohnzimmer. Einerseits weil die Abendsonne Scherenschnittmotive darauf entstehen lässt und andereseits weil das helle Papier direkte Sonneneinstrahlung verhindert, aber dabei den Raum doch nicht komplett abdunkelt und noch angenehm hell erscheinen lässt.

Ich frag mich nur ob man dann abends das Gleiche in die andere Richtung sieht, wenn die Rollos von Innen beleucht werden. Dann unterhalte ich wahrscheinlich allabends meine gegenüber liegenden Nachbarn mit einer kleinen Schattentheatereinlage.
Archiv für das 'Jalousien'-tag
Von der Morgensonne geweckt zu werden ist zwar sehr nett und auch eine angenehme Art auf zu wachen, aber passiert das täglich um ca. 5:11 morgens, gefolgt von intensiver Sonneneinstrahlung ins ostseitig gelegene Schlafzimmer, dann erwischt man sich schon hin und wieder mit dem Gedanken spielend dieses verd**** Fenster einfach wieder zu zu betonieren.
Inzwischen sind an diesem Fenster 2 Rollos angebracht: ein dunkles um die schlimmste morgenliche Sonneneinstrahlung abzuschirmen und ein nettes helles Papierrollo, mehr wegen der schicken Optik denn als Sonnenschutz.
Sommer heißt aber auch bei offenem Fenster schlafen. Nun reicht schon der 4cm breite Fensterkippspalt bereits aus, der um ca. 5:19 so grell aufleuchtet dass fast eine Schweißbrille benötigt wird um mit offenen Augen Richtung Fenster zu schauen, das ganze Zimmer auszuleuchten.
Was tun also? Vor allem bei einer krassen Vorhangphobie?

Schlafbrille war die Lösung. Klingt jetzt vielleicht etwas altbacken, gar imperialistisch anmutend (ich muss da immer an Menschen in Barockperücken denken), aber hilft. Wenn man denn mal eine Schlafmaske gefunden hat, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Flughafenutensilienshop im Boardingbereich war dann die Lösung, wo eine dunkle und bequeme Schlafmaske erstanden wurde.
Jetzt ist ein angenehmer Schlaf auch bei weit offen stehenden Fenster bis Mittags problemlos möglich ohne diese dicken spanischen Rollos aufwendig an der Außenseite zu montieren, ja gar die Demontage der hässlichen dunklen Rollos wird wieder angedacht. Nur Sonnencreme auftragen darf nicht vergessen werden, sonst gibt es ein böses Erwachen…
Da war er plötzlich, der Stahlbeton. Beim Rolloaufhängen, bzw. dem Versuch dazu, zeigte er sich in Fensternähe und lehrte dem Bohrer schon bei seinem bloßen Anblick das Fürchten.
Nachdem ich schon mal in einer anderen Wohnung mit ansehen durfte wie pro Fenster ca. 5 Bohrer bei der Vorhangstangenmontage in Stahlbeton verpufften, gab ich gleich w.o. und ließ dem Stahlbeton seine Ruhe.
Not macht bekanntlich erfinderisch und es wurde eine andere Möglichkeit gefunden die Rollos in Fensternähe anzubringen.
Wie ich heute erfahren habe (vielen Dank an C. an dieser Stelle!) sollte die Auswahl der Hängejalousien (diese Lamellenteile, bekannt aus Büros) doch mit Vorsicht erfolgen.
Bei minderwertiger Qualität besteht die Gefahr dass sich beim Ziehvorgang die Lamellen in der Aufhängeschiene ineinander verkeilen (Lamellen versuchen sich dabei gegenseitig zu überholen) oder beim Drehvorgang (um die Abdunklung zu justieren) in der Schiene steckenbleiben.
Deshalb vor dem Kauf die gewünschte Hängejalousie noch im Möbelhaus einem ausgiebigen Dauertest unterziehen. Am besten nimmt man sich für den Hängejalousiekauf 4-5 Stunden Zeit.
Über 2 Stunden beim Leiner Teppiche und Vorhänge durchgesehen um dann letztendlich mit einer kleinen Rolle Bordüre voller Tierzeichnungen rauszukommen. Die war natürlich für T. und nicht für mich.
Zumindest bin ich jetzt etwas klüger was Jalousien und sonstiges Fenstergehänge angeht. Werde mich wahrscheinlich im Wohnzimmer für Schiebegardinen oder Hängejalousien (diese Dinger mit den Lamellen) entscheiden.
Angeblich gibt’s einfärbige Hängejalousien recht günstig beim Lutz (hat mir G. geflüstert). Wer auf Muster steht sollte zum Leiner, das weiß ich seit heute auch.
Für die hinteren beiden Zimmer werden’s wahrscheinlich vorläufig nur mal ganz normale Jalousien werden. Hauptsache zum schlafen abdunkeln können, Vorhänge o.ä. können später noch immer ergänzt werden.
Das Restaurant im Leiner im 6. Bezirk ist auch zu empfehlen, netter Ausblick und eigentlich ganz gutes (Kantinen) Essen.


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