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Einrichtungsverkauf

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Wegen eines vor einem Jahr noch unvorhersehbarem Ortswechsels werde ich die Wohnung auflassen und Teile meiner Einrichtung wieder verkaufen. Darunter befinden sich ein 180×200 Tatami Bett mit 160×200 Baumwolle/Naturlatex/Kokos Futon, mit kleinem Beistelltisch und grünem Wandfuton

Tatami Bett mit Futon

und der nette 80×80 große Esstisch “Brown Sugar” in amerikanischer Nuß.

Brown Sugar Tisch

Brown Suger Schleifspur

Falls Interesse an diesen beiden Teilen besteht, bitte hier ein Kommentar hinterlassen oder einfach mit mir in Kontakt treten.

Futon Pflege

Von dem Tatami-Bett bin ich ja nach wie vor begeistert. Die harten Tatami-Matten gepaart mit dem weichen Futon – meiner ist gefüllt mit Baumwolle, Naturlatex und Kokos – als Auflage bieten für meinen Geschmack einen herrlichen Schlafkomfort.

Einmal im Monat sollte die Baumwolle im Futon “aufgeschüttelt” werden. Damit bleibt die Formstabilität bewahrt und es bilden sich keine Schlafmulden wo die Baumwolle zusammengepresst ist.

Das geht ganz einfach indem man den Futon zusammenrollt. Zusätzlich drehe ich ihn noch um 180 Grad. Das sollte auf jeden Fall ausreichen um die Baumwolle im Futon wieder gleichmäßig zu verteilen.

Futon Rolle

Vorraum Nische

Vom Architekten wurde die Nische im Vorraum als Stauraum, Abstellraum, vorgesehen. Das Schlafzimmer versuchte ich so simpel, minimalistisch und ausgeräumt wie möglich zu halten. Deswegen auch die Idee mit dem Kleiderschrank in der Nische im Vorraum.

Nun ja, Standardschrank passt in die Nische keiner wirklich gut, das war relativ schnell klar. Alle Schrankmodelle die in die engere Auswahl kamen, nutzten den Raum in der Nische nur suboptimal aus, zu exotisch sind die Nischenmaße. Immer blieb oben, links und rechts noch ein mittelbreiter Spalt der für nichts zu gebrauchen war.

NischenschrankAlso wurde es eine Maßanfertigung von einem kleinen Möbelgeschäft. Da meine Schlafzimmereinrichtung schon etwas japanisch angehaucht ist, wurde die Nische diesem Stil angepasst:
ähnlich einer traditionellen japanischen Wand, als Material wurde ein zartes Holzgitter mit dahinter aufgespannten Leinen gewählt, kann die Nische bzw. jetzt der Schrank, mit 2 raumhohen Schiebetüren verschlossen werden. Der auf das Parkett abgestimmte Holzton – das Parkett schaut auf dem Bild etwas dunkler aus als es tatsächlich ist – und die zarte Holzkonstruktion rücken den ganzen Verbau angenehm in den Hintergrund des Raums. Ursprünglich war eine Papierwand vorgesehen, wurde aber auf aufgrund der Katze nicht gewählt. Leinen sind da etwas krallenresistenter.

AusziehregalDie linke Schrankhälfte ist mit 4 Regalböden ausgestattet. Wegen der größeren Raumtiefe, zumindest tiefer als andere Schränke, wurden die mittleren beiden Regalböden ausziehbar gebaut. Bei Kleidungsstücken die oft gebraucht werden ist es nicht sehr angenehm wenn man immer sehr weit in den Schrank reinlangen muss. Dachte ich, deshalb ausziehbare Regalböden in der Mitte für Sachen die oft gebraucht werden. Nun ist der Abstand zwischen den 2 mittleren Ablagen so hoch, dass es eigentlich gar kein Problem wäre da immer bis zum hinteren Rand greifen zu können. Aber ausziehbar schadet auch nicht, wäre halt nicht unbedingt notwendig, ist aber schon praktisch.

Für das Kleinzeug (Gürtel, Socken, etc.) hab ich Körbe besorgt und die auf die unteren Regale gestellt. Günstig, praktisch und passen gut zum Schrankdesign.

Körbe

KleiderstangeIn meinem Fall halten sich diese Spezies Kleidungsstück ja in Grenzen, aber trotzdem ist in der rechten Schrankhälfte eine Kleiderstange für Hängesachen (Jacken, Hemden, Anzüge, etc.) vorgesehen. Darunter gibt es nochmal einen Regalboden, da macht sich der kleine Handgepäckstrolley recht gut, unter dem sich dann wiederum die Schuhsammlung verbirgt. Extra Schuhschrank wurde überlegt, aber der bliebe bei mir leer. Denkbar wäre auch den unteren Regalboden in 2 leicht gekippte, hintereinander gelagerte Schuhregale aufzuteilen. Damit wäre gleich Platz für die doppelte Schuhmengen. Mach ich dann wenn es die Schuhquantität verlangt.

Schiebetür

Sehr wichtig, weil sich die Wohnküche gleich ums Eck befindet, war eine Lösung um die Kleidung vor Küchengeruch zu schützen. Das passiert mit Schienen, die horizontal als auch vertikal (Bild links zeigt die vertikale Leiste die die Schiebetür aufnimmt) die Schiebetüren umschließen. Damit ist der Kleiderschrank so gut wie luftdicht verschlossen. Zumindest bleiben dadurch Staub und Küchendämpfe draußen.

Aufhängeschiene

Nach dem Einbau dachte ich mir, mit ein bisschen Geschick und dem richtigen Werkzeug ließe sich der Verbau auch selbst machen. Alle Materialien sollten im Baumarkt erhältlich sein, Holz sowieso, Leinen werden auch nicht so schwierig zu beschaffen sein und die Aufhängung an der Decke (Bild) hab ich definitiv schon beim Obi gesehen. Bleibt nur noch das Know-How um alles schön passen zu zuschneiden und so zu montieren das alle Elemente so leicht gleiten wie vom Profi gemacht.

Papierrollos

So ungeeignet Papierrollos im Schlafzimmer sind, so gern hab ich sie doch im Wohnzimmer. Einerseits weil die Abendsonne Scherenschnittmotive darauf entstehen lässt und andereseits weil das helle Papier direkte Sonneneinstrahlung verhindert, aber dabei den Raum doch nicht komplett abdunkelt und noch angenehm hell erscheinen lässt.
Papierrollo
Ich frag mich nur ob man dann abends das Gleiche in die andere Richtung sieht, wenn die Rollos von Innen beleucht werden. Dann unterhalte ich wahrscheinlich allabends meine gegenüber liegenden Nachbarn mit einer kleinen Schattentheatereinlage.

Tief schlafen

Tatami BettSo, das Bett wäre nun auch geordert.

Vom aktuellen Hochbett geht es runter bis fast auf den Boden, auf 16cm Höhe um genau zu sein. Letztendlich fiel die Entscheidung auf ein sehr niedriges Tatami-Bett.

Das Bett besteht aus einem naturlackierten Rahmen, in dem ein Lattenrost liegt und auf dem wiederum 2 Tatamis aufliegen. Also eher ein stabileres Bett, weil die Unterlage durch die Tatamis nicht wie bei ein normaler Lattenrost, der ja eine Federwirkung hat, nachgibt.

Futon

Darauf kommt dann noch ein Futon der weicheren Art:

  • ökologische Baumwolle,
  • Naturlatex und
  • latexierter Kokos.

Probeliegen hätte diese Anordnung erfolgreich überstanden. Mal schauen wie es ich im Alltagsgebrauch macht. Aber ich bin da recht zuversichtlich. Die Lüftung funktioniert anscheinend mit Tatamis sehr gut und Futons bieten angeblich mit der Baumwolle einen angenehmen Temperaturausgleich – im Winter warm und im Sommer etwas kühler – und sind weniger anfällig für Milben. Die Pflege ist auch nicht allzu aufwändig: einmal im Monat zusammenrollen und etwas schütteln, damit sich die Baumwolle wieder auflockert, sollte reichen.