Archiv für das 'Küchenplaner'-tag

Küche, Status: bestellt.

Küche ist bestellt und wird in 4-6 Wochen geliefert. Super!

Nachdem auch noch die genaue Position der Anschlüsse am Grundriss eingezeichnet wurden, damit eine Geschirrspüler-Kaltwasseranschluss-Kollision ausgeschlossen werden konnte und auch der Starkstrom dort war wo er hin sollte gab es noch eine kleines Hinderniss bei der Bestellung zu überwinden:

Neben Elementen die aus der Arbeitsplatte ausgeschnitten werden – also Kochfeld und Spüle – müssen mindestens 5cm Platz sein. Der Küchenplaner gibt da keinen Hinweis dass eine zu knappe Anordnung problematisch sein könnte. Bei weniger als 5cm Arbeisplattenbreite besteht während des Transports die Gefahr eines Arbeitsplattenbruchs. Die erste Information der freundlichen IKEA-Beraterin war, dass es vor Ort, also in der Wohnung, ausgeschnitten werden muss. Kostet EUR 170,- extra. Nach Konsultation mit einer Kollegin ging meine Spüle überhaupt nicht mehr, das wird sicher brechen meinten sie dann einstimmig. Also musste eine andere Spüle her. Um Arbeitsplattenbruch zu vermeiden blieb nur die runde EMSEN über, und ehrlich gesagt, so unglücklich bin ich gar nicht darüber, die schaut gar nicht so schlecht aus.

Kleiner Küchenrückschlag

Heute war es dann soweit: in aller Früh mit dem ersten IKEA-Bus raus zum IKEA gefahren. Montag Früh wird sich der IKEA-Andrang in Grenzen halten und ich kann ohne Gedränge in Ruhe mit den gelben Beratern nochmal die Küche durchschauen und sie dann ordern, dachte ich. Diese These hat sich leider nicht so ganz bestätigt. Anscheinend gehen einige Leute gerne Montag Morgen zum IKEA, Freitag Mittag war dagegen wesentlich besser.

Also nochmal kurz die Küchen durchgeschaut ob mir noch was auffällt, dann hin zu einem dieser Computer, den Küchenplaner-Plan aufgerufen, noch schnell die ATTEST-Griffe wieder gegen LANSA getauscht, die schauen im Schwarm doch nicht so schlecht aus und liegen mir von der Handhabung her auch etwas besser, und dann einen gelben Berater geangelt. Immerhin gab es noch ein paar Dinge die man nicht im IKEA Küchenplaner umsetzen konnte:

  • unter die Abwasch kommt so eine große Müll-Lade
  • auf die Arbeitsplatte ins Eck kommt noch ein Jalousienschrank
  • bei der Insel kommt zu den Einlegeböden noch ein Ladenreihe dazu
  • Backofen und Geschirrspüler raus, die werden extra besorgt – beim IKEA Geschirrspüler sind 50dB angegeben, das ist für eine Wohnküche zu laut
  • unterm Backrohr wollte ich Gitterkörbe anstatt der Einlegeböden
  • und für die Insel hinten noch Milchglasfronten

Alles kein Problem, die Beraterin notiert am Küchenplan fleißig mit. Nachdem alles justiert war, schaut die gelbe Beraterin auf meinen Grundriss (den mit den 3 kommastelligen Distometermaßen) und fragt ob mir das eh nichts ausmacht das die Küche ca. 3cm in den Druchgang rein steht.

Um Himmels willen!

Auf den Einbaukühlschrank müssen noch Abdeckungen drauf die das Ganze etwas verlängern. Im Küchenplaner war das leider nicht zu erkennen. Also auf den Zentimeter genau lässt sich mit dem Programm keine IKEA Küche anlegen. Dann schon wirklich alle Maße nochmal aus dem Katalog raussuchen.

Jetzt muss ich entweder die Küche umstellen, will ich unbedingt vermeiden, oder einen vernünftigen freistehenden Kühlschrank finden, der 60cm Breite nicht überschreitet.

Außerdem muss ich den Herrn Polier nochmals belästigen weil ich für die Bestellung exakt wissen muss wo der Wasseranschluss ist.

Nebenbei: eine Dame neben mir wollte sich wegen IKEA Küchen erkundigen. Die wurde höflich aber bestimmt mit den Worten “Wir planen keine Küchen” abgewimmelt. Planungsberatung gibt es biei IKEA wenn überhaupt nur sehr rudimentär.

Küchen Feinabstimmung

Nachdem die grobe Küchenstrukur und -anordnung soweit mal fertig war (siehe diesen Beitrag dazu), geht es jetzt an die Feinabstimmung, also die gewissenhafte Auswahl und Zusammenstellung der einzelnen Küchenelemente.

Dazu hieß es wieder zum IKEA raus zu pilgern, im IKEA-Bus, eh klar. Die Zeit war ziemlich gut gewählt, Freitag Mittag, angenehm wenig los in der Küchenabteilung. Auf einen Kunden kommen ca. 5 junge, dynamische und gelb eingekleidete IKEA Küchenberater.

Inzwischen hat der IKEA-Besuch schon fast etwas Angenehmes. Die Umgebung wirkt vertrauter, man kennt schon alle Abkürzungen in die Küchenabteilung, lässt sich nicht mehr so leicht ablenken und rätselt nicht mehr welches Teil sich wohl hinter diesen sonderbaren Namen verbergen mag.

Gut, kommen wir also zur Sache:

  • Ich hab mich entschlossen die IKEA Küche ganz schlicht in weiß zu halten, Hochglanz ABSTRAKT im IKEA-Sprech. Maximal irgendwo vielleicht eine vereinzelte farbige Oberfläche. Falls möglich hätt ich gerne die RUBRIK Oberflächen, weiß hinter gehärtetem Glas, sehr schön und sehr schlicht. Nur, wie Bruchfest ist die Glasoberfläche tatsächlich? Angenommen ein Metallsessel fällt um und gegen die Oberfläche, hält gehärtetes Glas dem Stand?
  • Griffe waren leicht, kein Firlefanz, die klassischen runden LANSA-Griffe, da macht man nix falsch.
  • Bei der Arbeitsplatte schwanke ich noch ein bisschen zwischen Vollholz NUMERÄR oder Laminat PERSONLIG (pflegeleichter lt. Beschreibung). Stein mit Sicherheit nicht, ist aber reine Geschmackssache, mir persönlich haben die Holzarbeitsplatten einfach besser gefallen. Vom Farbton tendiere ich mehr zur Eiche (linkes Bild).
    PERSONLIG EichePERSONLIG Walnuss hell
  • Bei den E-Geräten wurde die Einbaumikrowelle gestrichen – teuer und verstrahlt außerdem die Wohnung – und der Kühlschrank auf einen mittelgroßen (180l) Einbaukühlschrank reduziert. Wobei ich gerade heute ein kurzes Gespräch führte, das mich wieder einem Stand-Alone Kühlschrank inkl. Eiswürfeldropdown näher brachte. Weil, frische Eiswürfel passen einfach in jeden Drink! Ist aber auch eine Platzfrage, muss dazu nochmal den Grundriss konsultieren. Beim Ceranfeld riskier ich und nehme eines mit den Bedienelementen oben. Risiko deswegen weil die Bedienung dieser Variante bei verschütteten kochenden Flüssigkeiten schwierig werden kann.

Das Resultat im Küchenplaner sah dann etwa so aus:IKEA FAKTUM ABSTRAKT weiß

Die Mischbatterien werd ich wahrscheinlich noch etwas zurücknehmen, ist jetzt die kleinere HJUVIK, und die Bar hätt ich gerne etwas versetzt, sodass sie längs seitig über die Insel ragt und ein schräges gegenüber Sitzen möglich macht. Aber das werd ich dann noch vor Ort mit den gelb bekleideten IKEA Menschen besprechen ob und wie das geht.

Die zwei reduzierten Türme gefallen mir jetzt auch besser und ich habe noch etwas Abstellfläche gewonnen. Links und rechts vom Ceranfeld Platz zu haben war mir auch wichtig, weil ich so nach beiden Seiten arbeiten kann, sprich Zeug abstellen und irgendwas vorbereiten. An die Wand kommen neben einem Spritzschutz (führt IKEA sowas?) einfach Regale, Schränke und Laden sollte ich in der unteren Reihe genug haben. Eventuell werden noch Schubladen gegen Einlegeböden oder umgekehrt ausgetauscht, aber im Großen und Ganzen ist die Küche soweit mal fixiert.

Alle guten Dinge sind drei

Drei mal soll der Küchennovize zu IKEA pilgern bis sich ein erstes Küchen-Erfolgserlebnis einstellt:

Ausflug I, völlige Ratlosigkeit bis hin zur Verzweiflung macht sich breit. Der Gipfel des Küchenwissensberges – Oberflächen, Arbeitsplatten, Schrankarten, Ladentypen, E-Geräte, Abmessungen, etc. etc. etc. – scheint in endloser Weite. Es wird einfach alles an Informationsmaterial eingesteckt was sich in greifbarer Nähe befindet, auch wenn es sich dabei um den Hydrokulturenkatalog handelt, ganz egal.

Hausaufgabe I, Informationsmaterial mustern, die Hydrokulturen kann man vorerst mal beiseite lassen, und eingehend studieren.

Ausflug II, es geht schon sehr zielstrebig in die Küchenabteilung. Mit etwas Glück findet man sogar die inzwischen aus dem Katalogen etwas vertrauteren Küchen und Elemente. Ziel des zweiten Ausfluges ist es vor allem die Katalogküchen in freier Wildbahn anzutreffen, besser noch im Streichelzoo und sich gleich an Laden- und Schrankbedienung zu versuchen oder Oberflächen auf ihre Fettfingerabdruckresistenz zu prüfen. Auf alle Fälle die Namen der Elemente bei gefallen sofort notieren. Die Gefahr der Verwechslung der IKEA-Namen ist äußerst groß!

Hausaufgabe II, Küchenplanung hands-on. Der Nerd wird sich dabei freudig auf den IKEA Küchenplaner stürzen und dort seine ersten Küchenplanungsgehversuche starten, Scherenfetischisten finden im Küchenkatalog ausschneidbare Grundrisselemente und für die Verspielten unter uns bietet IKEA in der Küchenabteilung auch lustige Küchenbauklötze zum zusammensetzen. Wichtig bei dieser Übung ist ja nicht vor einem ersten brauchbaren Entwurf das Handtuch schmeißen. Das ist die Grundvoraussetzung für den nächsten Schritt!

Ausflug III, mit den Entwurf in der Tasche geht es wieder schnurstracks in die Küchenabteilung. Dieses mal geht es um die Ausfertigung, um Oberflächen, um Ladentypen, um Griffe und um Heißluft.
Ein geschärfter Küchenblick hat sich bereits eingestellt und wird auch gebraucht, denn dieser Ausflug verlangt etwas mehr an Konzentration: vor dem geistigen Auge müssen Oberflächen, Strukturen, Farben und Geräte miteinander kombiniert und auf den Entwurf übertragen werden. Am besten spontan alle in Frage kommenden Elemente notieren (vgl. Bauchgefühl) und im nächsten Moment priorisieren. Die Anzahl und Diversifikation in einer Küche vorkommender Details sollte keinesfalls unterschätzt werden! Auf diese Notizen greift man später sehr dankbar wieder zurück.

Hausaufgabe III, Zieleinlauf, die gesammelten Eindrücke des dritten Ausflugs falls möglich sofort in den Entwurf einarbeiten. Iterativ Varianten ausprobieren und Preis ausgeben lassen bis sich das gewünschte Resultat (Preis/Ausstattung) einstellt.

E voilà! Der Bestellung einer gediegenen IKEA Küche sollte nichts mehr im Wege stehen.

Küche, draft #1

Nachdem ich mich jetzt den ganzen Nachmittag mit dem IKEA Küchenplaner rumspielte hab ich jetzt endlich die erste halbwegs brauchbare Vorstellung meiner zukünftigen Küche zu Papier gebracht:

IKEA Küche Faktum

Das ist jetzt nur mal ein Entwurf, über Oberflächen, Griffe, etc. hab ich mir jetzt noch keine Gedanken gemacht. Bin schon froh dass alle Küchengeräte Platz gefunden haben.

Pflichtkriterien bei der Planung waren oben angeordnetes Backrohr und Mikrowelle sowie eine Insel mit Bar. In letzter Zeit tendierte ich eher zu Modulküchen, wie z.B. die IKEA Bravad, machte aber bei der Planung jetzt die Erfahrung dass ich für eine Modulküche viel zu wenig Platz habe, und außerdem das Eck gut nützen muss, was mit einer Modulküche schwieriger bzw. mit der IKEA Bravad gar nicht möglich wäre.

Wandelemente – Regale, Wandschrank oder Aufhängevorrichtungen – fehlen noch, dann sollten auch die 2 Türme nicht mehr so verloren dastehen. Aber wie gesagt, das Ganze ist nur mal eine erste Vorstellung von Küche.

Wirklich wichtig ist mir diese Insel. Sie gibt mir mehr Arbeitsfläche in der Küche und lässt aber dabei das Kücheneck schön offen. Ich kann noch von beiden Seiten in die Küche gehen (siehe Sympathische Gehwege).

Alles in allem glaub ich dass diese Anordnung mal ein guter Ausgangspunkt ist.