Vom Architekten wurde die Nische im Vorraum als Stauraum, Abstellraum, vorgesehen. Das Schlafzimmer versuchte ich so simpel, minimalistisch und ausgeräumt wie möglich zu halten. Deswegen auch die Idee mit dem Kleiderschrank in der Nische im Vorraum.
Nun ja, Standardschrank passt in die Nische keiner wirklich gut, das war relativ schnell klar. Alle Schrankmodelle die in die engere Auswahl kamen, nutzten den Raum in der Nische nur suboptimal aus, zu exotisch sind die Nischenmaße. Immer blieb oben, links und rechts noch ein mittelbreiter Spalt der für nichts zu gebrauchen war.
Also wurde es eine Maßanfertigung von einem kleinen Möbelgeschäft. Da meine Schlafzimmereinrichtung schon etwas japanisch angehaucht ist, wurde die Nische diesem Stil angepasst:
ähnlich einer traditionellen japanischen Wand, als Material wurde ein zartes Holzgitter mit dahinter aufgespannten Leinen gewählt, kann die Nische bzw. jetzt der Schrank, mit 2 raumhohen Schiebetüren verschlossen werden. Der auf das Parkett abgestimmte Holzton – das Parkett schaut auf dem Bild etwas dunkler aus als es tatsächlich ist – und die zarte Holzkonstruktion rücken den ganzen Verbau angenehm in den Hintergrund des Raums. Ursprünglich war eine Papierwand vorgesehen, wurde aber auf aufgrund der Katze nicht gewählt. Leinen sind da etwas krallenresistenter.
Die linke Schrankhälfte ist mit 4 Regalböden ausgestattet. Wegen der größeren Raumtiefe, zumindest tiefer als andere Schränke, wurden die mittleren beiden Regalböden ausziehbar gebaut. Bei Kleidungsstücken die oft gebraucht werden ist es nicht sehr angenehm wenn man immer sehr weit in den Schrank reinlangen muss. Dachte ich, deshalb ausziehbare Regalböden in der Mitte für Sachen die oft gebraucht werden. Nun ist der Abstand zwischen den 2 mittleren Ablagen so hoch, dass es eigentlich gar kein Problem wäre da immer bis zum hinteren Rand greifen zu können. Aber ausziehbar schadet auch nicht, wäre halt nicht unbedingt notwendig, ist aber schon praktisch.
Für das Kleinzeug (Gürtel, Socken, etc.) hab ich Körbe besorgt und die auf die unteren Regale gestellt. Günstig, praktisch und passen gut zum Schrankdesign.

In meinem Fall halten sich diese Spezies Kleidungsstück ja in Grenzen, aber trotzdem ist in der rechten Schrankhälfte eine Kleiderstange für Hängesachen (Jacken, Hemden, Anzüge, etc.) vorgesehen. Darunter gibt es nochmal einen Regalboden, da macht sich der kleine Handgepäckstrolley recht gut, unter dem sich dann wiederum die Schuhsammlung verbirgt. Extra Schuhschrank wurde überlegt, aber der bliebe bei mir leer. Denkbar wäre auch den unteren Regalboden in 2 leicht gekippte, hintereinander gelagerte Schuhregale aufzuteilen. Damit wäre gleich Platz für die doppelte Schuhmengen. Mach ich dann wenn es die Schuhquantität verlangt.

Sehr wichtig, weil sich die Wohnküche gleich ums Eck befindet, war eine Lösung um die Kleidung vor Küchengeruch zu schützen. Das passiert mit Schienen, die horizontal als auch vertikal (Bild links zeigt die vertikale Leiste die die Schiebetür aufnimmt) die Schiebetüren umschließen. Damit ist der Kleiderschrank so gut wie luftdicht verschlossen. Zumindest bleiben dadurch Staub und Küchendämpfe draußen.

Nach dem Einbau dachte ich mir, mit ein bisschen Geschick und dem richtigen Werkzeug ließe sich der Verbau auch selbst machen. Alle Materialien sollten im Baumarkt erhältlich sein, Holz sowieso, Leinen werden auch nicht so schwierig zu beschaffen sein und die Aufhängung an der Decke (Bild) hab ich definitiv schon beim Obi gesehen. Bleibt nur noch das Know-How um alles schön passen zu zuschneiden und so zu montieren das alle Elemente so leicht gleiten wie vom Profi gemacht.
Mehr Glück als Wissen hatte ich bei der Auswahl der großen Küchenladen.




Aktuelle Kommentare