Eine Domäne unserer Konsumgesellschaft, in der bis dato anscheinend jegliche Standardisierungsanläufe scheiterten, sind Staubsaugerbeutel. Wie sonst kann es sein, dass so manche Staubsaugerbeutelausstellungsflächen in Elektromärkten fast mehr Platz in Anspruch nehmen als die Staubsaugerausstellungsflächen selbst.
Ohne ausführliche vorhergehende Recherche sind potentielle Staubsaugerbeutelkäufer sowieso auf verlorenem Posten. Einfach so in den Elektromarkt zu spazieren und sozusagen ad-hoc einen passenden Staubsaugerbeutel zu finden gehört zu den letzten großen Herausforderungen der Menschheit.
Bei meiner Staubsaugerbeutelrecherche stieß ich auf die Staubsaugerbeutelsuchmaschine bei Swirl, meines Erachtens DER Instanz in Sachen Staubsaugerbeutel. Dort fand ich sogar meinen kleinen vor Jahren in einer Aktion erstanden Staubsauger (der nach wir ausgezeichnete Dienste verrichtet). Gut, erster Teil der Mission wäre erfolgreich abgeschlossen und der Staubsaugerbeuteltyp ist identifiziert: Swirl Y 98.
Voll Stolz gehe ich mit meiner Staubsaugerbeuteltypenbezeichnung zum Schlecker ums Eck, der Swirl-Staubsaugerbeutel führt. Leider musste ich vor dem Swirl-Regal feststellen, dass genau der Y98 schon ausverkauft war. Also fragte ich an der Kassa nach, wann sie denn den Y98 nachbekommen würden. “Gar nicht mehr.” war die erschütternde Anwort. Bei Schlecker läuft das Staubsaugerbeutelprogramm aus. Die Beutel verkaufen sich nicht weil anscheinend immer mehr Kunden auf beutellose Staubsauger umstellen.
Was ist da los, gehöre ich etwa zu den Staubsaugerbeuteldinosauriern? Oder sind wir hoffnungslos der beutellosen Staubsaugermafia ausgeliefert?
Auf alle Fälle werde ich jetzt sobald als möglich einen Y98 Vorrat anlegen.


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