Archiv für das 'Wand'-tag

Frisch tätowiert

Die Idee Vinyl an die Wand zu kleben hat mir gleich so gut gefallen, dass ich kurzerhand ein kleines Wandtattoo von very sticky bestellte und das mal ausprobierte.

Very Sticky SchleifchenGeliefert wurde die Folie per Post, Luft gepolstert, mit Schleifchen dran und einer kleinen handgeschriebenen Notiz. Sehr nett. Ist man als IKEA-Kunde ja gar nicht gewohnt, wo man dort ja nicht mal darauf aufmerksam gemacht wird, dass man dabei ist eine Küche zu kaufen die keinen einzigen Griff hat. (Apropos IKEA, nach Lektüre der aktuellen Le Mond Diplomatique “Die Globalisierungsmacher” sind mir bis auf weiteres IKEA-Besuche vergangen.)

Eine Anleitung wie das kleine Kunstwerk erfolgreich an die Wand geklebt wird ist auch dabei. Hat man mal herausgefunden was denn nun Übertragungspapier und Trägerfolie ist, ist man auch in der Lage diese zu verstehen.

Very Sticky ÜbertragungsfolieAber im Großen und Ganzen ist das an die Wand kleben kein Problem:

  • Trägerfolie ab (das ist die nicht-transparente)
  • Motiv auf der Übertragungsfolie (das ist die transparente) an die gewünschte Stelle an die Wand kleben
  • gut feststreichen
  • nein, wirklich gut feststreichen
  • 30 Minuten warten
  • Übertragungsfolie vorsichtig abziehen und aufpassen dass sich das Motiv sauber von der Folie löst

Von meiner Wand haben sich hin und wieder Folie mit Wandverputz gelöst, was aber eher an dem schleißigen Wandverputz als an der Folie liegt. Deswegen hab ich das ganze wirklich mit großer Vorsicht von der Übertragungsfolie abgezogen, sonst hätte ich Teile der Wand mitgenommen.

Very Sticky Schilf WandtattooResultat:
ich hab jetzt ca. 2m hohen Schilf in der Wohnküche an der Wand stehen, der nicht gegossen oder sonst wie gepflegt werden muss. Davon abgesehen, gefällt mir der Wandschmuck wirklich sehr gut, ein klares, einfaches und ruhiges Design, genau richtig.

Wandtattoos

Pinker ZwölfenderDas Thema Vinyl an der Wand führte ja schon an dieser Stelle zu einer kontroversiellen Diskussion. Allen Freunden des schicken Wandschmucks die nicht gleich ihre geliebten Schallplatten der Wand opfern möchten, sei Very Sticky ans Herz gelegt.

Veronika Zillner produziert in der Schraubenfabrik unter dem Label Very Sticky schöne Wandtattoos in Form von selbstklebenden Vinylfolien in verschiedenen grafischen Motiven und bunten Farben.

Hmm, vielleicht sollte ich das mal im Büro anregen. Nachdem wir alle Pflanzen aus unserem Zimmer verbannten wäre ein an der Wand klebendes Gummibaumblatt aus Vinyl eine Möglichkeit den leidigen “Was habt ihr eigentlich gegen Plfanzen?”-Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Auch der pinke Zwölfender würde sich im Besprechungszimmer äußerst gut machen.

Danke für den Tipp!

Wiederentdeckung der Tapete

extrapete YasumiBei mir, als Kind der späten 70er bzw. frühen 80er, hinterlässt das Wort Tapete gleich mal einen etwas grausam gemusterten altfaderischen Nachgeschmack. Dass dem nicht unbedingt so sein muss, und auch Tapeten ansprechendes Design haben können, beweist zum Beispiel die Berliner Tapetenschmiede Extratapete.

Schon seit längerem spiele ich mit dem Gedanken mir Yasumi aus der Kollektion 2 an die Schlafzimmerwand zu kleben. Das Motiv hat einfach sowas beruhigendes und würd glaub ich ganz gut zu dem Tatami-Bett passen. Auch so manche Borten würden mir gefallen. Nur, wo anbringen? Mal schauen was sich da machen ließe…

Wer es natürlich klassisch, im guten alten 70er Tapetendesign, bevorzugt wird bei Tapeten der 70er gut bedient. Zugegeben, die haben ja schon was. Vielleicht war die Tapetenmusterauswahl meiner Erziehungsberechtigten damals nicht so ganz optimal, was zu einem kleinen Tapetentrauma meinerseits führte und ich seit jeher klare weiße Wände, wenn geht auch ohne Behang, liebe.

Vorraum Nische

Vom Architekten wurde die Nische im Vorraum als Stauraum, Abstellraum, vorgesehen. Das Schlafzimmer versuchte ich so simpel, minimalistisch und ausgeräumt wie möglich zu halten. Deswegen auch die Idee mit dem Kleiderschrank in der Nische im Vorraum.

Nun ja, Standardschrank passt in die Nische keiner wirklich gut, das war relativ schnell klar. Alle Schrankmodelle die in die engere Auswahl kamen, nutzten den Raum in der Nische nur suboptimal aus, zu exotisch sind die Nischenmaße. Immer blieb oben, links und rechts noch ein mittelbreiter Spalt der für nichts zu gebrauchen war.

NischenschrankAlso wurde es eine Maßanfertigung von einem kleinen Möbelgeschäft. Da meine Schlafzimmereinrichtung schon etwas japanisch angehaucht ist, wurde die Nische diesem Stil angepasst:
ähnlich einer traditionellen japanischen Wand, als Material wurde ein zartes Holzgitter mit dahinter aufgespannten Leinen gewählt, kann die Nische bzw. jetzt der Schrank, mit 2 raumhohen Schiebetüren verschlossen werden. Der auf das Parkett abgestimmte Holzton – das Parkett schaut auf dem Bild etwas dunkler aus als es tatsächlich ist – und die zarte Holzkonstruktion rücken den ganzen Verbau angenehm in den Hintergrund des Raums. Ursprünglich war eine Papierwand vorgesehen, wurde aber auf aufgrund der Katze nicht gewählt. Leinen sind da etwas krallenresistenter.

AusziehregalDie linke Schrankhälfte ist mit 4 Regalböden ausgestattet. Wegen der größeren Raumtiefe, zumindest tiefer als andere Schränke, wurden die mittleren beiden Regalböden ausziehbar gebaut. Bei Kleidungsstücken die oft gebraucht werden ist es nicht sehr angenehm wenn man immer sehr weit in den Schrank reinlangen muss. Dachte ich, deshalb ausziehbare Regalböden in der Mitte für Sachen die oft gebraucht werden. Nun ist der Abstand zwischen den 2 mittleren Ablagen so hoch, dass es eigentlich gar kein Problem wäre da immer bis zum hinteren Rand greifen zu können. Aber ausziehbar schadet auch nicht, wäre halt nicht unbedingt notwendig, ist aber schon praktisch.

Für das Kleinzeug (Gürtel, Socken, etc.) hab ich Körbe besorgt und die auf die unteren Regale gestellt. Günstig, praktisch und passen gut zum Schrankdesign.

Körbe

KleiderstangeIn meinem Fall halten sich diese Spezies Kleidungsstück ja in Grenzen, aber trotzdem ist in der rechten Schrankhälfte eine Kleiderstange für Hängesachen (Jacken, Hemden, Anzüge, etc.) vorgesehen. Darunter gibt es nochmal einen Regalboden, da macht sich der kleine Handgepäckstrolley recht gut, unter dem sich dann wiederum die Schuhsammlung verbirgt. Extra Schuhschrank wurde überlegt, aber der bliebe bei mir leer. Denkbar wäre auch den unteren Regalboden in 2 leicht gekippte, hintereinander gelagerte Schuhregale aufzuteilen. Damit wäre gleich Platz für die doppelte Schuhmengen. Mach ich dann wenn es die Schuhquantität verlangt.

Schiebetür

Sehr wichtig, weil sich die Wohnküche gleich ums Eck befindet, war eine Lösung um die Kleidung vor Küchengeruch zu schützen. Das passiert mit Schienen, die horizontal als auch vertikal (Bild links zeigt die vertikale Leiste die die Schiebetür aufnimmt) die Schiebetüren umschließen. Damit ist der Kleiderschrank so gut wie luftdicht verschlossen. Zumindest bleiben dadurch Staub und Küchendämpfe draußen.

Aufhängeschiene

Nach dem Einbau dachte ich mir, mit ein bisschen Geschick und dem richtigen Werkzeug ließe sich der Verbau auch selbst machen. Alle Materialien sollten im Baumarkt erhältlich sein, Holz sowieso, Leinen werden auch nicht so schwierig zu beschaffen sein und die Aufhängung an der Decke (Bild) hab ich definitiv schon beim Obi gesehen. Bleibt nur noch das Know-How um alles schön passen zu zuschneiden und so zu montieren das alle Elemente so leicht gleiten wie vom Profi gemacht.

Umbauen

Wand…muss ich ja glücklicherweise nicht. Bei einem meiner Flickr-Kontakte wird jedoch gerade fleißig renoviert und Wohnung zusammengelegt, inkl. Wand durchbrechen, mauern, Fliesen legen und was sonst noch so dazu gehört. Alles schön mit Fotos für die Nachwelt festgehalten.