Archiv für das 'Wohnzimmer'-tag

Universal Sofa

Letztens flatterte der neue Katalog 2007/2008 vom möbel zur Bobotüre rein. Einiges vom Inhalt blieb gleich (die tollen Tapeten zum Beispiel), aber einige ganz Interessante Sachen sind natürlich auch neu dazu gekommen.

Gleich vorweg, ich glaub das wird eine kleine Möbelkatalogserie. Vier fünf Stücke daraus erzeugen jedenfalls einen unmittelbaren Habenwollen-Effekt, wenn denn nur der Platz in der Wohnung dafür auch vorhanden wäre.

Das erste Teil dass mir sofort ins Auge stach war das Universal Sofa von MAGAZIN:

Universal Sofa… Ein schlichter Polsterblock, mit gutem Sitzkomfort, auch als Bett nutzbar. … Als modulares System besteht es aus kubischen Basiselementen, die variabel erweiterbar sind. Hocker, Einsitzer, Mehrsitzer, Eckelement oder eine ganze Sitzlandschaft – der Benutzer stellt die auch fest miteinander zu verbindenden Grundelemente des Möbels zusammen und ergänzt sie mit Rücken-, Armpolstern und Ablagen. …

Das Konzept gefällt mir äußerst gut. Ich selbst habe mir ja ein ähnliches Sofa vor einem halben Jahr zugelegt und kann die Vorteile von “ich mach jetzt aus der Eckbank eine Spielwiese” nur unterstreichen. Die beiden Designer Kai Ertel und Matthias Furch haben die Modulidee wirklich ausgezeichnet umgesetzt. So lässt sich neben dem gewohnten Wohnzimmersitzutensilien beispielsweise auch ein kleiner Turm bauen, auf dem man dann über sein Wohnzimmer thronen kann. Damit gehen wahrlich Kindheitsträume in Erfüllung!

Einzig die eckige Arm/Kopflehne macht mich etwas skeptisch. Bei meinen Sofatests musste ich damals feststellen, dass runde Kopfelemente weit gemütlicher sind als eckige. Aber mit runden Elementen würden wiederum Abstriche bei der Modularität bedeuten.

Wie auch immer, das Universal Sofa hat mich jedenfalls begeistert!

Farbwahl

Zum Ausprobieren von Farbkombinationen eignet sich kuler ganz gut. Eigentlich für Screendesign gedacht kann kuler aber durchaus auch für Möbelfarbkombinationen missbraucht werden.

Kuler schlägt basierend auf Regeln der Farbenlehre Farbkombinationen vor, die man aber nach Belieben justieren kann. Natürlich ist auch eine ganz individuelle Gestaltung der Farbkombination möglich.

Farbpalette für’s Wohzimmer:
Wohnzimmer Farbpalette
Küche in weiß, mittel- bis dunkelbrauner Parkettboden und das anthrazitfarbene Sofa sind bereits Fixpunkte. Laut kuler würde sich ein helles, knalligeres Blau noch gut machen.

Sofa, Status: bestellt.

Mit Jurassic 5 im Ohr – entspannend, die perfekte Sofaauswahlmusik – ging es nochmal eine Runde durch die Interio Sofaabteilung. Nach dem dritten Probelümmeln war ich dann sicher: das CHILL wird es, inklusive Polsterarmada. Nicht nur weil es bequem ist, sondern auch weil die Elemente sehr einfach umzustellen sind: Fixierung auf, umrücken, Fixierung zu. Macht man sicher nicht oft aber ist trotzdem ein nettes Sofa-Feature wie ich finde.

Stofffarbe ist Anthrazit, etwas dunkler, da sieht man die eingeschmolzenen Schokoladeflecken nicht sofort.

CHILL Anthrazit

10 Wochen Lieferzeit, damit dass das Sofa länger braucht als die Küche hab ich dann auch wieder nicht gerechnet…

Lümmeln

Im Gegensatz zur Küchenplanung wirkt die Sofaauswahl richtig entspannend. Dafür kommt eigentlich nur ein Kriterium richtig zum tragen: ein hoher Lümmelfaktor. Das neue Sofa muss gemütlich sein, nämlich so richtig gemütlich und zum Lümmeln einladen.

Nachdem mir weder bei Leiner, Lutz noch IKEA Sofas ins Auge sprangen versuchte ich noch mein Glück bei Interio. 3 potentielle Sofakanditaten überstanden die erste Castingrunde:

DIEMO – kaum noch zu überbietender Lümmelfaktor. DIEMO erlaubt es nicht aufrecht zu sitzen, man kippt sofort nach hinten weg und befindet sich ab dann in einer liegeähnlichen Position. Schon die alten Römer haben bewiesen, dass man im liegen so gut wie alles erledigen kann. Also, warum diese Jahrtausende alte Weisheit in Frage stellen?

DIEMO

CHILL – goldrichtiger Name für ein Sofa. Ausgesprochen gemütliches Teil bei dem sowohl Sitz- als auch Liegepositionen möglich sind. Dabei ist CHILL noch äußerst flexibel und läßt sich anscheinend leicht anders anordnen.

CHILL

BRUCE – nicht ganz so hoher Lümmelfaktor wie die beiden anderen Modelle, dafür sitzt man aber etwas höher und in aufrechter Position auch bequemer.

BRUCE

Im Depot

H.O.M.E.-Depot 2007Das Semperdepot eignet sich wirklich hervorragend für Inszenierungen. Ohne auch nur ein Designgustostückerl gesehen zu haben, beeindruckt die Halle alleine schon durch ihre Form und Höhe. Gleich nach betreten der Ausstellung stellt sich eine Vorfreude und man kann es als Besucher kaum erwarten eine Galerie nach der anderen zu erkunden.

4 Etagen mit insgesamt über 4.000qm werden eine halbe Woche lang mit feinstem Interior-Design bespielt. Überraschender Weise waren die meisten Designstücke auch benutzbar, also bewohnbar. Einzig die ausgestellte Küche, es gab tatsächlich nur eine Küche, hinterließ mehr den Eindruck einer Schau- als Kochküche.

Sofas gab es viele, sehr viele. Aber bei keinem kam mir spontan der Gedanke “So, das ist es!”. Und ohne dem Gedanken kauft man i.d.R. nur Kompromisslösungen.

Element krevet LGanz anders bei den Betten: Element fiel sofort auf, und auch sofort stellte sich dieses “Haben wollen!” Gefühl ein. Kroatisches Holzdesign, slawonische Eiche um es zu präzisieren. Sehr schön mit einer beeindruckend schlichten Eleganz ohne dabei kühl zu wirken. Muss wohl das Holz sein, diese slawonische Eiche. Außer Betten gibt es von Element noch Tische, Regale oder Zeitungsständer. In Wien finden Interessierte Element in der wohnzeile4. Mal schauen, ich glaub das eine oder andere Element wird es wohl werden.

round amphEine der interessantesten Ideen war wahrscheinlich bei round zu sehen. Ursprünglich für Weinflaschenlagerung gedacht, eignet sich das Regalsystem amph mit seinen ovalen, und lose in einen Holzrahmen gelegten, Keramikteilen auch gleichermaßen für die Ablage von Zeitschriften o.ä. Mir persönlich würde so ein Regal für meinen Eingangsbereich gefallen. Ein Trennelement zwischen Wohnraum und Türe sollte dort schon sein, nur sollte es auch nicht zu dicht sein und den Raum zu stark teilen. Daher könnte ich mir so einen durchlässigen amph Rahmen schon vorstellen. Einen praktischen Eindruck, d.h. Ablagemöglichkeit von Post, Schlüssel, Tasche, etc. nach dem Eintreten, macht amph auf alle Fälle.

Bei ausreichend Wohnraum, also deutlich mehr als die durchschnittlichen 38qm pro Person, bietet die H.O.M.E.-Depot schon ein paar sehr nette Ideen zur Innenausstattung. Vor allem für Wohnzimmer oder Lounge gab es dort ein paar Sessel aus denen man am liebsten nie mehr aufstehen wollte. Oder Bürostühle die eine wahre Wohltat für jede Wirbelsäule sind. Oder Tische die mit dem richtigen Desktop Design erfrischend lebendig wirken. Inspiration gibt es auf der H.O.M.E.-Depot jede Menge.